Boxen International
Beyer gibt erfolgreiches Comeback im Ring

17 Monate hatte Markus Beyer pausiert, am Samstag feierte der Ex-Weltmeister mit einem Punktsieg gegen Murat Mahmudow ein erfolgreiches Comeback. Nun träumt Beyer vom WM-Kampf.

Auf dem Weg zurück an die Spitze hat Markus Beyer am Samstag einen wichtigen Etappensieg errungen. Der Ex-Weltmeister darf weiter von einem Kampf gegen die Box-Legende Roy Jones jr. träumen um den WM-Gürtel träumen, nachdem er den Russen Murat Mahmudow vor den Augen des US-Amerikaners bei seinem Comeback in München nach 17 Monaten Ringpause klar nach Punkten bezwang. So erhielt er sich alle Chancen auf einen spektakulären Fight gegen den ehemaligen Box-Superstar.

"Markus hat mich beeindruckt", sagte Jones nach dem einseitigen Kampf im Super-Mittelgewicht über acht Runden, den alle drei Ringrichter mit 80:72 Punkten für Beyer werteten. "Das war ein guter Neuanfang. Ich bin mit meiner Leistung zufrieden und sehe mich jetzt bei etwa 80 Prozent meiner Leistungsfähigkeit", sagte dieser.

Mahmudow enttäuscht

Knapp 2000 Fans in der nicht ausverkauften Zenith-Kulturhalle waren allerdings von Mahmudow enttäuscht. Der vollbärtige Moslem machte es Beyer sehr leicht und konnte den 36-Jährigen nie ernsthaft gefährden. Dennoch hinterließ Beyer einen guten Eindruck - auch bei Jones: "Markus ist technisch sehr gut, hat schnelle Hände und sich sehr gut im Ring bewegt."

Beyer hatte im September 2006 gegen den Dänen Mikkel Kessler seine WBC- und WBA-Gürtel durch K.o. verloren und war seitdem nicht aktiv. Nach einer Auseinandersetzung mit seinem Promoter Wilfried Sauerland kämpft er nun für den Stall des Hamburgers Ahmed Öner, der in Beyer für zunächst vier Kämpfe einen "Türöffner" sieht.

Jones: "Nicht nur wegen meines Aussehens in Deutschland"

Dieser Plan könnte mit dem Kampf gegen Jones aufgehen, wie dieser bestätigte: "Ich bin mit Sicherheit nicht nur wegen meines Aussehens nach Deutschland gekommen, wir verhandeln." Laut Öner sind die Gespräche schon "weit fortgeschritten. Ich hoffe, dass wir den Kampf in Deutschland auf die Beine stellen können."

Im Rahmenprogramm verteidigte der in Hamburg lebende Türke Sinan Samil Sam seinen WBC-Mediterranean-Titel im Schwergewicht gegen Ratko Draskovic (Montenegro) durch technischen K.o. in der zweiten Runde. Außerdem gewann der kubanische Olympiasieger Odlanier Solis im Schwergewicht gegen Cisse Salif (Mali) nach Punkten.

© SID

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