Boxen International
Briggs und Mayweather schreiben Boxgeschichte

Shannon Briggs hat das Duell gegen WBO-Weltmeister Sergej Lijachowitsch gewonnen und damit die "Russen-Domäne" im Schwergewicht durchbrochen. Floyd Mayweather sicherte sich den WM-Titel in der vierten Gewichtsklasse.

Schwergewichtler Shannon Briggs und Seriensieger Floyd Mayweather haben sich bei zwei Profikampfabenden in den USA am Samstag in die Box-Geschichtsbücher eintragen können. Briggs durchbrach die Vorherrschaft der aus Staaten der früheren Sowjetunion stammenden Weltmeister in der "Königskategorie", Mayweather hat nun WM-Titel in vier Gewichtsklassen in seiner Sammlung.

In Phoenix/Arizona entschied Briggs das WM-Duell gegen WBO-Weltmeister Sergej Lijachowitsch unmittelbar vor dem Schlussgong für sich. Der 34 Jahre alte US-Profi schickte den Weißrussen in der letzten Sekunde eines zuvor von vorsichtigem Taktieren bestimmten Kampfes auf die Bretter und beendete den Fight durch technischen K.o. Briggs, der 1997 Ex-Weltmeister George Foreman (USA) bezwungen hatte, war ein Jahr später in einem WM-Kampf an Titelvertediger Lennox Lewis (England) gescheitert.

Klitschko auf dem Wunschzettel

"Jetzt wollen wir Klitschko oder Maskajew", sagte Briggs-Promoter Don King und gab die weitere Marschroute aus. Der Ukrainer Wladimir Klitschko ist IBF-Weltmeister und der Kasache Oleg Maskajew WBC-Champ. Den WM-Gürtel des Weltverbandes WBA hält der Russe Nikolaj Walujew.

Keine Probleme im Spielerparadies Las Vegas hatte US-Star Mayweather. In seinem erst dritten Weltergewichtskampf holte sich der frühere Weltmeister im Superfeder-, Leicht- und Halbweltergewicht die WBA-Krone durch einen klaren Punktsieg über den argentinischen Titelverteidiger Carlos Baldomir.

In den Rahmenprogrammen verlor Roberto Guerrero (USA) in Las Vegas seinen IBF-Federgewichtstitel durch eine Punktniederlage an den Mexikaner Orlando Salido, während Juan Diaz (USA) in Phoenix das WBA-Leichtgewichtschampionat nach Punkten gegen Fernando Angulo (Venezuela) erfolgreich verteidigte. Superfliegengewichts-Weltmeister Luis Perez aus Nicaragua verlor seinen IBF-Titel in Phoenix kampflos. Wegen Übergewicht wurde ihm der Titel aberkannt und für vakant erklärt.

Vor heimischer Kulisse in St. Quentin blieb Cyril Thomas Europameister im Federgewicht. Der Franzose gewann gegen den Ukrainer Juri Woronin durch Abbruch in der dritten Runde.

© SID

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