Boxen International
Inkin lässt Veits Traum vom WM-Fight platzen

Für Mario Veit ist der Traum von einem WM-Kampf gegen den Dänen Mikkel Kessler vorerst geplatzt. Der 32 Jahre alte Supermittelgewichtler verlor seinen WBC-Interkontinental-Titel in Halle/Saale an den Russen Denis Inkin.

Der Cottbuser Mario Veit kann sein großes Ziel, zum dritten Mal um eine Weltmeisterschaft zu kämpfen, wohl endgültig vergessen. Nach der K.o.-Niederlage in der siebten Runde gegen seinen russischen Stallgefährten Dennis Inkin in Halle/Saale ist es vorbei mit der aussichtsreichen sportlichen Perspektive des 32 Jahre alten Supermittelgewichtlers. "In den nächsten Tagen muss ich darüber nachdenken, wie es weiter gehen soll", sagte der Verlierer, der durch die dritte Niederlage in 51 Kämpfen auch den "Internationalen Titel" des Verbandes WBC verlor.

Nach der Niederlage von Markus Beyer in der Vorwoche in Kopenhagen gegen den Dänen Mikkel Kessler musste erneut ein deutscher Supermittelgewichtler ausgezählt werden. Nur bei einem Erfolg durfte sich Veit Hoffnungen auf eine weitere WM-Chance nach seinen beiden Niederlagen gegen WBO-Champ Joe Calzaghe machen. Bei der WBC war er schließlich hoch eingestuft, ein Kampf gegen Kessler wäre auch im deutschen TV gut zu vermarkten gewesen.

Sdunek: "Mario boxte zu gutmütig"

Die Perspektiven, die Veit vor Augen hatte, könnten sich nun Denis Inkin eröffnen. Der Sportlehrer aus Nowosibirsk hat keinen seiner jetzt 29 Profikämpfe verloren. "Auf Mario lastete ein großer psychologischer Druck", sagte Trainer Fritz Sdunek: "Er boxte einfach zu gutmütig. Ließ sich immer wieder auf den Nahkampf ein und wurde dann in der siebten Runde ausgezählt."

Schon zum drittenmal musste der Cottbuser ein Duell gegen einen Kollegen aus dem Universum-Stall des Hamburger Promotors Klaus-Peter Kohl bestreiten. "Man will mich loswerden", meint Veit zu den seltsamen Ansetzungen. Im Mai noch wehrte er sich nach Kräften gegen die ihm zugedachte Opferrolle und schlug in München den zum Hoffnungsträger aufgebauten Jürgen Brähmer, gegen seinen aus Nowosibirsk stammenden Nachbarn in einem Hamburger Mietshaus überstand er das Universum-Ausscheidungsboxen nun nicht mehr.

Inkin macht sich Hoffnungen auf WM-Kampf

"Inkin ist phänomenal. Er hat von 29 Kämpfen 22 durch K.o. gewonnen", jubelte Universums Organisationsleiter Jean-Marcel Nartz: "Er hat sich damit für einen WM-Kampf qualifiziert." Sportlich mag das so sein, dennoch bleibt die immer weiter zunehmende Vorherrschaft von Boxern aus der ehemaligen Sowjetunion auch in deutschen Ringen zweifelhaft.

Selbst Universum muss diese Erfahrung machen: In Halle verteidigte Weltklassemann Sergej Dzinziruk seinen WBO-Titel im Junior-Weltergewicht nach Punkten gegen den Russen Alisultan Nadirbeg im Vorprogramm.

© SID

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