Boxen International: Jürgen Brähmer darf auf WM-Fight hoffen

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Jürgen Brähmer darf auf WM-Fight hoffen

Supermittelgewichtler Jürgen Brähmer darf nach seinem Punktsieg über den Südafrikaner Andre Thysse auf einen Titelkampf gegen WBC-Weltmeister Markus Beyer (Köln) oder WBO-Champion Joe Calzaghe (Wales) hoffen.

Jürgen Brähmer war mit seinen Gedanken beim Düsseldorfer Publikum. "Es tut mir Leid, wie der Kampf gelaufen ist. Ich wollte eigentlich besonders schön boxen und hoffe, dass ich beim nächsten Mal wieder mehr zeigen kann", sagte der 27 Jahre alte Supermittelgewichtler nach seinem einstimmigen Punktsieg gegen den Südafrikaner Andre Thysse.

Auch wenn er durch seinen Erfolg im Kampf um die internationale Meisterschaft des World Boxing Council (WBC) dem Traum vom WM-Fight wieder ein Stückchen näher gekommen ist, war der Schweriner zunächst untröstlich: "Ich hätte mein Versprechen gerne wahr gemacht und den Zuschauern einen K.o.-Sieg beschert. Aber es sollte einfach nicht sein."

Konditionell stark abgebaut

Trotz einer insgesamt guten Vorstellung im dritten Kampf nach seiner zwischen 2003 und 2005 verbüßten Haftstrafe erntete Brähmer am Samstagabend auch einige Pfiffe. Denn erst zum zweiten Mal in 27 Profikämpfen hatte der Mecklenburger über zwölf Runden gehen müssen und dabei im letzten Drittel des Fights konditionell stark abgebaut.

In der 12. Runde lief er sogar Gefahr, von seinem neun Jahre älteren Gegner ausgeknockt zu werden. "Die letzte Runde war Mist. Ich hatte mir vorgenommen, ihn mit einem linken Haken zu Boden zu schicken, aber eine Schulterverletzung hat meine Schlagkraft ab der fünften Runde eingeschränkt", erklärte Brähmer. Auch bei Trainer Michael Timm setzte sich die Erkenntnis durch, dass bis zum angestrebten Kampf um die Weltmeisterschaft noch viel Arbeit auf ihn und seinen Schützling warte: "Dieser Fight war eine gute Erfahrung und zeigt uns, was es noch zu verbessern gilt", so der Coach vom Hamburger Universum-Stall. Noch in diesem Jahr soll Brähmer einen Titelkampf gegen WBC-Weltmeister Markus Beyer (Köln) oder WBO-Champion Joe Calzaghe (Wales) erhalten.

Thysse, der im Februar 2004 auch gegen Beyer über zwölf Runden gegangen war, dabei allerdings noch deutlicher nach Punkten verloren hatte, stellte einmal mehr seine Nehmer-Qualitäten unter Bewies. Vor allem in den ersten Runden musste der Routinier immer wieder harte Treffer von Brähmer wegstecken. Erst gegen Ende des Kampfes brachte er den Gegner seinerseits in Schwierigkeiten.

Trabant siegt im Vorprogramm

"Vielleicht hätte ich etwas früher aufs Tempo drücken sollen, dann wäre es möglicherweise anders ausgegangen. So geht die Punktentscheidung in Ordnung", sagte Thysse. Im Vorprogramm der Veranstaltung im Burgwächter-Castello besiegte der frühere Weltergewichts-Europameister Michel Trabant (Berlin) den Italiener Michele Orlando durch technischen K.o. in der 10. Runde. Im Schwergewicht setzte sich der Frankenthaler Egon Roth durch K.o. in der 2. Runde gegen Jeff Yeoman aus den USA durch.



© SID

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