Boxen International
Schulz-Comeback steht nichts mehr im Wege

Axel Schulz klettert wieder in den Box-Ring. Der 37 Jahre alte Schwergewichtler bestand am Dienstag einen fünfstündigen medizinischen Check in Bayreuth und freut sich auf sein Comeback.

Sieben Jahre nach seinem Rücktritt hat Axel Schulz offiziell bekannt gegeben, dass er wieder in den Box-Ring klettern wird. Der 37 Jahre alte Schwergewichtler aus Frankfurt/Oder unterzog sich vorher am Dienstag einer fünfstündigen ärztlichen Untersuchung bei Professor Walter Wagner in Bayreuth.

"Die Kernspin hat gezeigt, dass sein Kopf okay ist"

"Jetzt kann ich versprechen: Ab 1. Juni bin ich im Sparring, im November oder Dezember werden mich die Fans wieder im Ring sehen", sagte Schulz, der sich in den vergangenen Monaten in Florida auf seine Rückkehr vorbereitet hatte, der Bild-Zeitung. Professor Wagner erteilte dem "Weißen Riesen" ohne Vorbehalte Grünes Licht: "Die Kernspin hat gezeigt, dass sein Kopf okay ist. Er hat keinen Kampf zuviel."

Angeblich seien keine finanziellen Gründe ausschlaggebend für das Comeback. "Es geht nicht ums Geld", versicherte der Hüne aus Frankfurt/Oder: "Ich bin geil darauf, es nochmal zu probieren. Wenn ich nein gesagt hätte, wäre ich der Loser der Nation."

Unklar ist noch, wer den "Weißen Riesen" auf dem Weg zurück in die Weltspitze betreuen wird. "Ich weiß, dass Axel gerne bei mir trainieren würde", sagt Ulli Wegner. Der Meistercoach erhielt aber ebenso wie Manfred Wolke ein Verbot von seinem Manager Wilfried Sauerland. "Ich könnte es meinen jungen Sportlern gegenüber nicht vertreten, dass einer, der alle Chancen der Welt hatte und sie nicht genutzt hat, ihnen einen Trainingsplatz wegnimmt", hatte Sauerland die Comeback-Absichten von Anfang an kritisiert.

Foreman als Vorbild

Als Vorbild dient Schulz der frühere Schwergewichts-Champion George Foreman aus den USA, der mit 45 Jahren erneut Weltmeister wurde. Ein Jahr später gewann er 1995 in Las Vegas nach einem zweifelhaften Urteil auch gegen Schulz. Zudem verlor Schulz zwei weitere WM-Kämpfe gegen Francois Botha (1995) und Michael Moorer (1996), ehe er nach einem chancenlosen Fight gegen den heutigen Weltmeister Wladimir Klitschko (Ukraine) am 25. September 1999 zurücktrat.

Erstmals ins Gespräch gebracht wurde das Schulz-Comeback im Dezember vergangenen Jahres in Berlin am Rande des WM-Sieges von Sauerland-Kämpfer Nikolai Walujew gegen John Ruiz (USA). Damals tönte Promoter-König Don King, dass Deutschland die Zukunft des Schwergewichts-Boxens und auch Axel Schulz ein geeigneter Kandidat sei.

Im Hintergrund werden bereits Vorbereitungen für große TV-Auftritte getroffen. Schulz-Manager Wolfram Köhler verhandelt zurzeit mit TV-Sendern über die Übertragungsrechte. Schulz gilt nach wie vor als Publikumsliebling und hält mit 18 Mill. Zuschauern beim Kampf gegen Botha immer noch den Quoten-Rekord.

Auch ein Duell gegen Skandalboxer Mike Tyson schließt das Schulz-Lager nicht aus. Tyson soll zurzeit zehn Mill. Euro für ein Comeback fordern, zeige sich aber wegen finanzieller Probleme verhandlungsbereit, heißt es. Ein weiterer Gegner könnte Luan Krasniqi sein, der sich am vergangenen Samstag durch den Punktsieg gegen den US-Amerikaner David Bostice zurück ins Rampenlicht boxte.

© SID

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