Boxen
Maske möglicherweise zu einem Comeback bereit

Kommt der "Gentleman" etwa doch noch einmal zurück? Zehn Jahre nach seinem tränenreichen und vom Song "Time To Say Goodbye" begleiteten Karriereende denkt der ehemalige Box-Profi Henry Maske offenbar mit 42 Jahren an ein Comeback. Nach einem Bericht der Bild-Zeitung hat Maskes früherer Marketing-Berater Werner Heinz bereits in den USA mit Sondierungsgesprächen begonnen und soll Kontakt zu möglichen Sponsoren aufgenommen haben.

Als Gegner käme in einem "Re-Match" der ebenfalls 42 Jahre alte Virgil Hill in Frage, der im November 1996 den langjährigen Halbschwergewichts-Weltmeister in dessen letztem Kampf in München besiegt hatte.

Auf der Internetsite des US-Amerikaners, der immer noch aktiv ist und zurzeit den Weltmeistergürtel des Verbandes WBA im Cruisergewicht hält, wird Maske bereits als möglicher neuer Gegner genannt. In einer Fan-Umfrage haben sich 40,05 Prozent der Teilnehmer für Maske als nächsten Gegner von Hill ausgesprochen.

"Gentleman" weilt noch im Urlaub

Henry Maske befindet sich nach Angaben seines Managements noch bis zum 8. August in Urlaub und war daher nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Er soll sich aber Bedenkzeit erbeten haben.

Vor Maske hat bereits dessen langjähriger Weggefährte im Stall von Promotor Wilfried Sauerland, Axel Schulz, sein Comeback angekündigt. Der 37-Jährige kämpft am 25. November im Gerry-Weber-Stadion in Halle/Westfalen gegen einen noch noch nicht benannten Gegner. Der TV-Sender RTL wird das sportlich zweifelhafte Spektakel live übertragen und gilt auch für den eventuellen Maske-Kampf als interessiert.

"Warum soll er das nicht machen, wenn er mit seiner Box-Vergangenheit so nicht klarkommt", sagte Axel Schulz im Kölner Express (Mittwoch-Ausgabe) zu einem möglichen Comeback Maskes und meinte mit Blick auf das Alter des Ex-Weltmeisters: "Mit 40 hätte ich nicht wieder angefangen. Aber wir haben doch in George Foreman das beste Beispiel dafür, dass es geht."

Sauerland: "Brauchen kein Rentner-Boxen"

Sauerland wurde von Heinz bereits kontaktiert, lehnte einen Kampf von Maske aber ebenso ab wie die Rückkehr von Schulz. "Wir brauchen in Deutschland kein Rentner-Boxen", sagte der Promoter der Bild-Zeitung: "Henry hat einen großen Namen zu verlieren."

Einer Kampferlaubnis könnte wahrscheinlich nur das Ergebnis einer ärztlichen Untersuchung im Wege stehen. Sollte Maske fit sein, könnte sein Kampfpass beim Bund Deutscher Berufsboxer reaktiviert werden.

© SID

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