Boxen National
Graciano Rocchigiani muss wieder hinter Gitter

Weil Graciano Rocchigiani gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen hat, muss der ehemalige Box-Weltmeister nun seine Reststrafe im Gefängnis absizten. Wann er die Haft antreten muss, ist aber noch unklar.

Graciano Rocchigiani steht einmal mehr in den Schlagzeilen. Der ehemalige Box-Weltmeister muss wieder ins Gefängnis und den Rest seiner Strafen absitzen, weil er gegen Bewährungsauflagen verstoßen hat. Der 42-Jährige sei mit Beschwerden gegen den Widerruf von zwei Bewährungsentscheidungen gescheitert, teilte das Berliner Kammergericht mit, und müsse nun das restliche Drittel seiner Strafe absitzen. Um welche Zeitspanne es sich handelt, wurde allerdings nicht bekannt.

Die Abweisung der Beschwerde wird im Beschluss des 5. Strafsenats mit den neuerlichen Straftaten begründet, so dass "zum Widerruf der Strafaussetzung nunmehr keine verantwortbare Alternative" bestehe.

Rocchigiani war im Februar 1997 wegen Beleidigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten und im Februar 1999 wegen vorsätzlichen Fahrens ohne Führerschein zu einer Freiheitsstrafe von vier Monaten verurteilt worden. Nach Verbüßung von zwei Dritteln der Strafen hatte das Landgericht die weitere Vollstreckung ab dem 1. November 2002 auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.

Es ist unklar, wann "Rocky" wieder ins Gefängnis muss

Im Laufe der Bewährungszeit schlug "Rocky" im Dezember 2004 einen Taxifahrer nieder und beschädigte dessen Fahrzeug mit Fußtritten, weshalb er im August 2006 vom Amtsgericht Tiergarten in Berlin zu einer Freiheitsstrafe von fünf Monaten verurteilt wurde. Im Mai 2005 wurde der ehemalige Profiboxer, der jetzt in Duisburg lebt und dort ein "Box-Gym" betreibt, bei einer Trunkenheitsfahrt in Frankfurt/Oder ertappt und im Dezember 2005 zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt.

Wann Rocchigiani wieder ins Gefängnis muss, ist derzeit noch unklar. Die Entscheidung darüber liegt bei der Staatsanwaltschaft Berlin als Vollstreckungsbehörde.

© SID

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