Boxen National
Mögliche Entlastung für Boxer Brähmer

Jürgen Brähmer muss vor seinem WM-Kampf gegen Suchozki wieder vor Gericht erscheinen, da zwei Entlastungszeugen aufgetreten sind. Dem Boxer werden Handgreiflichkeiten vorgeworfen.

Der Prozess gegen Profiboxer Jürgen Brähmer zieht sich weiter hin. Nach dem achten Verhandlungstag am Freitag vertagte sich das Schweriner Amtsgericht auf den 9. Dezember. Brähmer muss damit mitten im Sparring vor seinem WM-Kampf im Halbschwergewicht am 19. Dezember in seiner Heimatstadt gegen den Russen Dimitri Suchozki wieder vor Gericht antreten.

Am Freitag traten zwei Entlastungszeugen für den 31-Jährigen auf. Zwei Mitglieder einer Segelgruppe, die während der Auseinandersetzung am 31. Mai 2008 in einer Schweriner Bar anwesend waren, wollen beobachtet haben, wie die Hauptbelastungszeugin eine Flüssigkeit in Richtung Brähmers Kopf geschüttet hat. Einen Schlag des Boxers während des anschließenden Handgemenges konnten sie nicht sehen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wird Brähmer zur Last gelegt, in der Schweriner Bar gegen die Frau handgreiflich geworden zu sein. Ein zweites Mal soll er am 13. September 2008 in einer benachbarten Diskothek einen Gast beleidigt und körperlich attackiert haben. Brähmer bestreitet die ihm zur Last gelegten Taten.

Ereignis wirft Fragezeichen auf

Insbesondere der angebliche Angriff auf die Frau wirft Fragezeichen auf. In einer ersten Untersuchung nach dem Zwischenfall wurden von einem Arzt keinerlei Anzeichen körperlicher Gewalt festgestellt. Erst drei Tage später stellte ein mit der Frau bekannter Arzt Hämatome und einen Nasenbeinbruch fest. Der bei Universum Box-Promotion unter Vertrag stehende Brähmer war bereits 1998 zu einer mehrjährigen Jugendstrafe wegen gemeinschaftlichen Raubes und Körperverletzung verurteilt worden. Nach einer weiteren Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung ist Brähmer seit 2005 auf Bewährung wieder auf freiem Fuß.

Der Boxer hat mittlerweile den zuständigen Richter, die Staatsanwaltschaft und den Ablauf des Verfahrens hart kritisiert: "Mein Anwalt sagt mir, dass die Anklageerhebung und die Art und Weise der Prozessführung unfair ist. Ich kann das nicht beurteilen, habe aber auch den Eindruck, dass ein anderer als ich in dieser Weise nicht verfolgt werden würde."

© SID

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