Boxen National
Wolke coacht Maske beim Comeback

Ex-Weltmeister Henry Maske wird zur Vorbereitung auf sein Comeback im Boxring am 31.März 2007 mit Manfred Wolke zusammenarbeiten. "Ich freue mich riesig auf die Aufgabe", sagte Maskes langjähriger Trainer.

Henry Maske baut bei seiner Rückkehr in den Boxring auf die Erfahrung seines langjährigen Coaches Manfred Wolke und kann sich dessen Unterstützung sicher sein. Zur Vorbereitung auf den Kampf am 31. März 2007 gegen den US-Amerikaner Virgil Hill wird der ehemalige Boxweltmeister wieder mit seinem Ex-Trainer zusammenarbeiten. "Es war von Anfang an mein Wunsch, mich mit Manfred Wolke auf den Kampf vorzubereiten. Ich bin sehr froh, dass nach mehreren Anläufen die Zusammenarbeit doch wieder geklappt hat", erklärte der Ex-Champion im Halbschwergewicht.

Sauerland: "Sind es Maske schuldig"

Die kurzfristige Zusammenarbeit ermöglicht, hat Manager Wilfried Sauerland, der als Chef von Wolke zunächst gegen eine gemeinsame Vorbereitung auf den Kampf war. "Ich habe ja von beiden Comeback-Kämpfen, vor allem aber von dem von Axel Schulz, nicht viel gehalten. Aber nach Axels Kampf war klar, dass wir nun Henry unterstützen müssen", sagte Sauerland und ergänzte: "Er hat in den 90er Jahren mit Wolke zusammen das Profiboxen in Deutschland wieder groß gemacht. Deshalb sind wir es ihm jetzt auch schuldig, dass er bestmöglich vorbereitet in seinen Kampf geht. Und die beste Lösung für Henry Maske ist Manfred Wolke."

Maske, der sich vergangene Woche noch einer Meniskusoperation bei Knie-Spezialist Dr. Richard Steadman in Vail/Colorado unterzogen hatte und inzwischen wieder nach Frankfurt/Oder zurückgekehrt ist, wird bereits am Dienstag bei Wolke zum ersten Mal trainieren. Allerdings wird sich der Olympiasieger von 1988 nicht wie früher in einem Lokschuppen vorbereiten, sondern in Wolkes neuem Trainingscamp seine Einheiten absolvieren. Das 300 000 Euro teure Camp wurde erst in der vergangenen Woche eingeweiht.

Boxszene sieht Maskes Comeback weiterhin kritisch

Wolke, der als Maskes Trainer die Nachfolge von Teddy Atlas antritt, sieht der erneuten Partnerschaft ebenfalls optimistisch entgegen. "Das ist ein ganz großer Schritt von Wilfried Sauerland, dass er seine Zustimmung gegeben hat, Henry wieder zu trainieren. Der Kampf von Axel hat klar gezeigt, dass die Philosophie der amerikanischen Trainer mit der unseren nicht zu vereinen ist", meinte der Coach. Noch im Sommer hatte Wolke das Comeback Maskes kritisiert. Er sei immer der Gentleman geblieben. Es bestehe die Gefahr, dass sein Ruf Schaden nehme. Es sei offen, ob Maske seine Stärken zum Tragen bringen könne, hatte er gesagt.

Maske, der in seinem bislang letzten Profikampf 1996 gegen Hill seine einzige Niederlage kassiert hatte, bereitet sich seit März in auf die Revanche vor. Sein Manager Werner Heinz ist ebenfalls froh, dass sein Schützling nach seinem Gastspiel in Hackensack/New Jersey wieder in Frankfurt/Oder vorbereitet wird. "Das war keine Entscheidung gegen Atlas. Wir mussten aber die Chance beim Schopfe packen." Nach dem völlig verpatzten Rückkehr-Versuch von Schwergewichtler Axel Schulz, der am 25. November gegen Brian Minto aus den USA eine schwere Niederlage kassiert hatte, wird das Comeback Maskes in der Boxszene kritisch betrachtet.

© SID

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