Boxen WM
Abraham verlässt nach Kieferbruch das Hospital

Arthur Abraham hat sich von seiner Operation gut erholt und das Krankenhaus mittlerweile verlassen. Der Box-Weltmeister hatte im WM-Kampf gegen Edison Miranda einen doppelten Kieferbruch erlitten.

Arthur Abraham ist auf dem Weg der Genesung. Eine Woche nach dem doppelten Kieferbruch im WM-Kampf gegen den Kolumbianer Edison Miranda am Samstag hat der Box-Weltmeister das Krankenhaus in Siegen wieder verlassen. "Ich habe mich nach der Operation erholt, mir geht es sehr gut", sagte der Mittelgewichts-Champ des Verbandes IBF, dem eine Titanplatte in den lädierten Kiefer eingesetzt wurde. Das wichtigste für ihn sei, dass er den WM-Gürtel bei sich habe, meinte der gebürtige Armenier: "Ich habe hart gekämpft, um ihn zu verteidigen."

Spekulationen, dass er möglicherweise seine Karriere wegen des doppelt gebrochenen Kiefers beenden müsse, erteilte "King Arthur" eine klare Absage. "Ich werde schon in ein paar Wochen wieder mit dem Fitnesstraining beginnen", sagte der 26-Jährige: "Und in etwa zwei Monaten mit dem Boxtraining. Der Kiefer ist durch die beiden Titanplatten fixiert, der Heilungsprozess läuft. Da gibt es gar keine Probleme."

Abraham reagierte erbost auf einige Aussagen des unterlegenen Herausforderers Miranda, der sich wieder in seiner Wahlheimat Puerto Rico aufhält. Der Kolumbianer zollt Abraham zwar Respekt für dessen kämpferische Leistung, hält sich allerdings für den wahren Sieger des Kampfes und bestreitet, unsauber geboxt zu haben. "Das muss ein Witz sein", meinte der Weltmeister: "Er hat doch nach Punkten klar verloren."

"Unverantwortlich, ihn weiterkämpfen zu lassen"

Auf die Kritik an seinem Manager Wilfried Sauerland und Trainer Ulli Wegner, die ihn trotz erkennbarer Schmerzen und der schweren Verletzung nicht aus dem Ring genommen hatten, wollte Abraham aber nicht eingehen. "Es war unverantwortlich, ihn mit dieser Verletzung weiterkämpfen zu lassen", sagte der ehemalige Klitschko-Coach Fritz Sdunek: "Bei einem offenen Bruch hätte es zu schwersten Verletzungen im Bereich Hals und Luftröhre kommen können. " Sein Team habe durch die Fortsetzung des Kampfes allerdings psychische Schäden riskiert, meinte Sdunek. Es sei deshalb fraglich, ob Abraham noch einmal so stark zurückkomme.

© SID

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