Boxen WM
Auch Ramnarine muss gegen Halmich einstecken

Herausforderin Ria Ramnarine war chancenlos gegen Regina Halmich. Mit ihrem 43. Sieg im 43. Kampf steuert die Box-Weltmeister ungeschlagen dem Ende ihrer großen Karriere entgegen.

Box-Queen Regina Halmich dreht im letzten Jahr vor ihrer wohlverdienten Rente noch einmal richtig auf: Der erste K. o.-Sieg seit drei Jahren und der 43. Erfolg im 43. WM-Kampf war für die Weltmeisterin im Fliegengewicht der gelungene Auftakt für ihre "Abschieds-Tournee". "Im nächsten Jahr werde ich 31. Dann ist endgültig Schluss. Das habe ich daheim versprochen", sagte die Ikone des deutschen Frauenboxens, die nach ihrem insgesamt 51. Profisieg von 4 000 Fans in Magdeburg stürmisch umjubelt wurde und sich außerdem über eine Rekordgage in Millionen-Nähe freuen konnte.

Königlicher Lohn für knapp sechs Runden Kurzarbeit gegen die bemitleidenswerte Karibik-Schönheit Ria Ramnarine aus Trinidad und Tobago. Die böse Verprügelte kühlte am Ende unter Tränen eine golfballgroße Beule unter dem linken Auge und wird ob ihres demolierten Antlitzes in den nächsten Wochen wohl kaum in ihrem Zweitjob als Model arbeiten können.

Halmich hatte "noch so viel Power"

"Schade, dass es so schnell zu Ende war. Ich hatte noch so viel Power und hätte gerne noch ein wenig weiter geboxt", kommentierte Regina Halmich das vorzeitige Ende ihrer Gala-Vorstellung, die dem ZDF zu fast mitternächtlicher Stunde mit 5,67 Mill. Zuschauern (29,9 Prozent Marktanteil) eine Spitzenquote bescherte. Nach 54 Sekunden der sechsten Runde ruderte Ringrichter Jean Louis Legland (Frankreich) zum Zeichen seiner zu diesem Zeitpunkt überfälligen Abbruch-Entscheidung weit wilder mit den Armen, als dies die total überforderte Ramnarine in den Kampfminuten zuvor zuwege gebracht hatte.

Die unversehrte Weltmeisterin aus Karlsruhe räumte nach ihrem ersten K.o.-Sieg seit dem 12. Juli 2003 (6. Runde gegen Swetla Taskowa/Bulgarien) lächelnd ein: "Das war wirklich nicht meine schwerste Titelverteidigung. Aber es ich schon ein sehr schönes Gefühl, mal wieder vorzeitig gewonnen zu haben." Dafür gab es sogar Lob vom gewöhnlich norddeutsch-knorrigen Trainer Torsten Schmitz: "Heute habe ich nichts auszusetzen. Das war astrein."

Die auch in ihrem 43. WM-Kampf unbesiegte Championesse verabschiedete sich umgehend in Richtung USA, wo sie in Las Vegas und Miami Entspannung sucht, und will sich danach dem nächsten Pflichtkampf stellen. Am liebsten gegen US-Weltmeisterin Terri Lynn Cruz aus Denver/Colorado: "Das wäre mit Sicherheit eine heiße Aufgabe, aber ich suche ja die Herausforderung."

© SID

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