Boxen WM
Doppel-WM mit Beyer und Abraham

Vor den herbeigesehnten Kämpfen um großen Ruhm und gutes Geld müssen die deutschen Weltmeister Arthur Abraham und Markus Beyer noch Pflichtaufgaben erledigen. Beide boxen heute Abend in Zwickau.

Ganz Box-Deutschland wartet auf die großen Kämpfe von Arthur Abraham und Markus Beyer gegen die anderen Meister ihres Faches, heute steigen die beiden deutschen Weltmeister zumindest schon einmal bei der gleichen Veranstaltung in den Ring: Ab 22.10 Uhr (live in der ARD) trifft Supermittelgewichtler Beyer in Zwickau auf Sakio Bika, Mittelgewichtler Abraham muss gegen Kofi Jantua antreten. Nach der Doppel-WM in Sachsen locken die Zugpferde des Teams von Promoter Wilfried Sauerland Titelvereinigungen und Millionen-Gagen.

"Junge, Junge, der hat einen ganz schönen Hammer", sagt Supermittelgewichtler Markus Beyer vor seinem 13. WM-Kampf nach WBC-Version artig, ohne sich aber vor dem in Australien wohnenden gebürtigen Kameruner Sakio Bika sonderlich zu fürchten. Der nennt sich zwar "der Skorpion" und kommt mit der Empfehlung von 20 Siegen (13 K.o.) in Beyers Heimat, kann aber außer dem Titel eines amtierenden Meisters der Oriental & Pacific Boxing Federation und nahezu ausschließlich in Australien verprügelten namenlosen Kontrahenten nicht sonderlich viel vorweisen.

Beyers Coach Ulli Wegner sorgt sich deshalb vor allem darum, dass sein Schützling in der heimischen Umgebung (Beyers Heimatstadt Schwarzenberg liegt nur knapp 20km entfernt, die 4 000 Plätze in der Zwickauer Stadthalle sind seit Wochen ausverkauft) den Gegner unterschätzt. "Der Bika ist ein echter Figther, der unheimlich dazwischenhauen kann", warnt Wegner angesichts von zuletzt drei kurzrundigen Siegen des acht Zentimeter größeren Bika, der im Mittelgewicht in der Computer-Weltrangliste an Position 14 geführt wird.

Gelingt Lokalmatador Beyer der gewünschte klare Sieg, dann rückt der große Showdown gegen Klassen-Primus Joe Calzaghe in unmittelbare Reichweite.

Derzeit wird über einen Vereinigungs-Kampf zwischen WBC-Champ Beyer und WBO/IBF-Champ Calzaghe im Herbst spekuliert. Allerdings läuft der Vertrag des gerade 35 Jahre alt gewordenen Beyer bei Sauerland bis 2007, so dass sich der millionenschwere Deal zum Karriereende noch ein wenig verschieben ließe.

Abraham wartet auf den Sturm-Fight

Vom großen Reibach träumt auch Sauerlands Shooting-Star Arthur Abraham. Der 1995 als Abrahamjan aus Armenien gekommene IBF-Mittelgewichtsweltmeister hat WBA-Champ Felix Sturm aus dem konkurrierenden deutschen Boxstall von Promoter Klaus-Peter Kohl schon mal erfolglos eine Million Dollar bieten lassen.

Vor dem scheinbar unausweichlichen nationalen Mega-Fight muss Super-Talent Abraham (17 K.o.-Siege in 20 Profikämpfen ohne Niederlage) aber erstmal den an Nummer 38 geführten Ghanaer Kofi Jantuah aus Las Vegas (33 Kämpfe/30 Siege) umhauen und sich danach im Spätsommer zur Pflicht-Titelverteidigung dem Kolumbianer Edison Miranda stellen.

© SID

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