Boxen WM
Erdei begeistert auch eine Gewichtsklasse höher

Der Ungar Zsolt Erdei hat sich mit einen 2:1-Punktsieg nach einem packenden Fight gegen den Italiener Giacobbe Fragomeni den WM-Gürtel der WBC im Cruisergewicht umgeschnallt.

Der in Hamburg lebende Ungar Zsolt Erdei hat nach einem hochdramatischen Kampf durch einen 2:1-Punktsieg gegen Titelverteidiger Giacobbe Fragomeni (Italien) den WM-Titel im Cruisergewicht des Verbandes WBC gewonnen. Der 35-Jährige triumphierte in dem erstklassigen Fight vor 4 000 begeisterten Zuschauern in Kiel nach seiner jahrelangen Regentschaft im Halbschwergewicht damit auch eine Gewichtsklasse höher.

Beide Boxer lieferten sich über zwölf Runden einen offenen Schlagabtausch und kämpften bis an den Rande der Erschöpfung. Erdei dominierte dabei mit seiner besseren Technik die ersten vier Runden und konnten den Vorsprung gegen den ununterbrochen angreifenden und sechs Kilo schwereren Titelverteidiger über die Runden retten. Erdei blieb in seinem 31. Kampf ungeschlagen. Die Punktrichter werteten mit 115:113, 115:113 und 114:114.

Auch Sartison triumphiert

Erdei war seit Januar 2004 Weltmeister der WBO im Halbschwergewicht. Vor dem Kampf in Kiel legte er jedoch seinen Titel nieder, um seine Chance im Cruisergewicht zu suchen. Gleichzeitig ging er damit einem Duell mit seinem Stallkollegen Jürgen Brähmer aus dem Weg, der als Interims-Weltmeister sein Pflichtherausforderer war und mittlerweile zum Weltmeister erklärt wurde.

Im Vorprogramm krönte sich der Hamburger Dimitri Sartison zum neuen WBA-Weltmeister im Supermittelgewicht. Der 29-Jährige bezwang den Kroaten Stjepan Bozic durch technischen K.o nach der fünften Runde. Der Ringrichter brach den ungleich gewordenen Kampf auf Anraten des Ringarztes wegen einer Geschichtsverletzung seines Gegners ab. Das linke Auge von Bozic war nach der vierten Runde fast komplett zugeschwollen. Sartison feierte damit seinen 26. Sieg im 27. Kampf und siegte zum 17. Mal vorzeitig.

Der Stuttgarter Profiboxer Vitali Tajbert hat unterdessen seinen ersten bedeutenden Titel gewonnen. Durch einen einstimmigen Punktsieg über den Mexikaner Humberto Mauro Gutierrez kürte sich der 27-Jährige spät in der Nacht zum Sonntag in Kiel zum Interims-Weltmeister des WBC im Superfedergewicht. Tajbert wird am 19. Dezember zum "richtigen" Weltmeister, wenn der bisherige Titelträger Humberto Soto (Mexiko) ins Leichtgewicht aufsteigt, um gegen seinen Landsmann Jesus Chavez zu boxen.

© SID

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