Boxen WM
Großkampftag in Basel und Las Vegas

Der Berliner Arthur Abraham steigt heute in Basel gegen den britischen IBF-Weltmeister Wayne Elcock in den Ring. Ein Schlagabtausch der besonderen Art steht in Las Vegas zwischen Floyd Mayweather und Ricky Hatton an.

Deutschland blickt nach Basel, die Box-Welt nach Las Vegas. So unterschiedlich der Glamour der beiden Städte ist, so unterschiedlich ist auch der Glanz der beiden WM-Kämpfe am Samstag. In der Nordschweiz bittet Mittelgewichtler Arthur Abraham den Briten Wayne Elcock (23.00 Uhr/live in der ARD) zur freiwilligen Verteidigung seines IBF-Titels. Doch dieser Kampf steht klar im Schatten des Duells der noch unbesiegten Superstars Floyd Mayweather (USA) und Ricky Hatton (Großbritannien) um den WBC-Weltergewichtstitel in der Nacht zum Sonntag (4.30 Uhr/live bei RTL) in der US-Spielermetropole.

K.o.-König Abraham feiert in der Schweiz ein Jubiläum. Zum 25. Mal steigt der in Armenien geborene Berliner in den Ring. Stets blieb er unbesiegt, 19-mal gewann er vorzeitig. "Ich nehme den Kampf sehr ernst, Elcock kann hart schlagen", verkündete Abraham, "aber am Samstag werde ich bei 100 Prozent sein."

Schwere Aufgabe für "König Arthur"

"König Arthur" will sich von seinem 33 Jahre alten Gegner aus Birmingham, der 18 seiner 20 Kämpfe gewonen hat, auf gar keinen Fall von seinem Erfolgsweg abbringen lassen. Basel ist nett, aber auch Abraham lockt Las Vegas. "Wir planen die nächste Pflichtverteidigung im Frühjahr noch in Europa", erklärt Manager Wilfried Sauerland, "Danach streben wir einen Vereinigungskampf gegen den Sieger des Duells Jermain Taylor gegen Kelly Pavlik in den USA an."

Nur dort werden schließlich immer noch die Topstars im Boxen gemacht, nur dort kann das richtig große Geld verdient werden. Wobei der Kampf Hatton gegen Mayweather nun die größte Geldmaschine seit Jahren ist. Die Ticketpreise im MGM Grand Casino reichen von 998 bis 41 999 Dollar für einen "Championship-Platz" am Ring. Bei HBO kann man den Kampf für 54,95 Dollar im Pay-per-View live verfolgen. In Großbritannien kostet der Kampf bei Sky 14.95 Pfund.

Körperliche Auseinandersetzung im Vorfeld

Mit einer vierteiligen Serie in den Wochen vor dem Kampf wurde das große Interesse in den USA weiter angeheizt. In der abschließenden Pressekonferenz am Mittwoch haben sich die beiden Boxer zudem schon mal medienwirksam eine körperliche Auseinandersetzung auf dem Podium geliefert. Mayweather beschimpfte den Briten, der antwortete mit einer Geste, als wolle er dem Amerikaner die Kehle durchschneiden. "Wenn ihn so etwas schon nervt, dann wartet mal ab, bis der Gong geschlagen hat", meinte Hatton.

Der 29-Jahre alte WBC-Weltmeister im Halbweltergewicht ist für den Kampf um Mayweathers Titel eine Gewichtsklasse aufgestiegen. Der "Hitman" hat alle seine 43 Kämpfe gewonnen, 31-mal vorzeitig. Sein ein Jahr älterer Gegner ist in 38 Kämpfen ungeschlagen und hat am 5. Mai in einem weiteren Superkampf das US-Idol Oscar de la Hoya bezwungen, der den Kampf jetzt veranstaltet. "Dies ist einer der größten Kämpfe in der Boxgeschichte", sagt de la Hoya, "das Interesse ist weltweit riesig."

© SID

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