Boxen WM
Halmich entschlossen: "Ich werde gewinnen"

Ihren Presse-Auftritt hatte Regina Halmich im Karlsruher Schloss perfekt inszeniert. Vor dem letzten Fight gegen Hagar Shmoulefeld Finer am Freitag schloss die Box-Weltmeisterin eine Niederlage kategorisch aus.

Im Innenhof des Karlsruher Schlosses entstieg "Box-Queen" Regina Halmich einer Stretch-Limousine. Die mediengewandte Weltmeisterin weiß eben nur zu gut, wie sie sich vor ihrem voraussichtlich letzten Profikampf am Freitag in ihrer Heimatstadt Karlsruhe gegen die Israelin Hagar Shmoulefeld Finer (ab 22.10 Uhr/live im ZDF) richtig in Szene setzt.

"Es kann passieren, was will. Ich werde mir diesen Tag nicht nehmen lassen", erklärte die Fliegengewichts-Weltmeisterin nach ihrem Einmarsch in den Gartensaal zu den Klängen des Songs "She's like Thunder" ("Sie ist wie ein Wirbelsturm"), den Rockröhre Doro Pesch eigens für Halmich komponiert hat. Zwar hatte die 31-Jährige zuletzt betont, dass sie im Fall einer Niederlage noch einmal in den Ring steigen wird, doch diese Möglichkeit schloss sie kategorisch aus: "Es wird keine Eventualitäten geben, denn ich werde gewinnen."

Shmoulefeld Finer: "Der Respekt endet im Ring"

Was auf diese Ansage vor Dutzenden Journalisten, Kamerateams und Photographen folgte, war das übliche Säbelrasseln vor großen Kämpfen. "Ich habe großen Respekt vor Regina, denn sie hat für das Frauen-Boxen sehr viel getan. Aber der Respekt endet im Ring. Ich werde gewinnen und hole mir den Gürtel", sagte Shmoulefeld Finer, und goss zusätzlich Öl ins Feuer. "Ich weiß, dass es in Deutschland sehr schwer wird, Regina zu schlagen. Vielleicht wollen ihr die Punktrichter zum Abschied noch ein Geschenk machen, deshalb bin ich auf einen K.o.-Sieg aus", tönte Halmichs frühere Trainingspartnerin.

Der Konter von Halmich, die eine Bilanz von 53 Siegen aus ihren 55 Profikämpfen vorzuweisen hat, ließ nicht lange auf sich warten. "Es war auch in meinem Interesse, dass am Freitag kein deutscher Punktrichter im Einsatz sein wird. Ich brauche auch keinen deutschen Punktrichter, denn wir werden das unter uns klären", meinte die Badenerin, die zehn Wochen Vorbereitung inklusive 90 Sparringsrunden mit vier Gegnerinnen hinter sich hat.

Halmich "topfit und heiß auf den Kampf"

"Die Vorbereitung war optimal. Ich bin topfit und heiß auf den Kampf. In den kommenden Tagen werden wir nicht mehr so hart trainieren. Da will ich auch meine Ruhe haben und mich voll auf den Kampf konzentrieren", erklärte Halmich, die neben ihren sportlichen Leistungen auch durch Nacktfotos und Showkämpfe gegen TV-Star Stefan Raab für Schlagzeilen sorgte.

Wer nach der gelernten Rechtsanwaltsgehilfin, die im Anschluss an ihre fast 14 Jahre dauernde Profi-Karriere als TV-Moderatorin arbeiten will, für die Schlagzeilen im Frauen-Boxen sorgen wird, steht für Halmich bereits fest: "Alesia Graf hat das Potenzial, die großen Hallen zu füllen. Es wird also weitergehen mit dem Frauen-Boxen."

Die designierte Halmich-Nachfolgerin kann ihr Können im Rahmenprogramm des seit Wochen ausverkauften WM-Kampfs in der 7 500 Zuschauer fassenden Karlsruher Arena unter Beweis stellen. Die in Stuttgart lebende Weißrussin verteidigt ihren WM-Titel im Junior-Bantamgewicht gegen die Mexikanerin Esmeralda Moreno.

© SID

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