Boxen WM
"Killer-Queen" holt sich Halmichs WM-Gürtel

Die Hamburger Profiboxerin Susianna Kentikian hat durch einen klaren Sieg gegen die Französin Nadia Hockmi den Wibf-WM-Gürtel im Fliegengewicht gewonnen. Zwölf Jahre lang hatte der Titel Regina Halmich gehört.

Der Wibf-WM-Gürtel hat einen neuen Besitzer: Nur eine Woche nach dem Rücktritt von Regina Halmich hat die Hamburger Profiboxerin Susianna Kentikian den vakanten Titel im Fliegengewicht gewonnen, der zuvor zwölf Jahre lang der Karlsruherin gehörte. In einem hart umkämpften Duell mit der Französin Nadia Hockmi präsentierte sich die "Killer-Queen" damit erfolgreich als mögliche Nachfolgerin der Box-Königin.

"Ich bin glücklich und stolz und freue mich, dass es so gut gelaufen ist", sagte die 20 Jahre alte gebürtige Armenierin, die einen deutschen Pass bereits beantragt und den Einbürgerungstest auch schon bestanden hat. In der Nacht zum Samstag bestand die 19 Mal ungeschlagene Boxerin aus Hamburg auch ihren bislang schwierigsten Kampf erfolgreich und darf sich jetzt Doppelweltmeisterin nennen. Mit 96:94, 97:95 und 97:94 entschieden sich die Punktrichter zu Gunsten von Kentikian, die nach starkem Beginn am Ende allerdings immer mehr ihre boxerische Linie verlor: "Nadia war die stärkste Gegnerin, gegen die ich bisher geboxt habe."

Im Fokus der Öffentlichkeit

Sie musste sich in einem spannenden und blutigen Schlagabtausch ja nicht nur der zähen Französin erwehren, sondern stand zuvor auch erstmals massiv im Fokus der Öffentlichkeit. Nur eine Woche nachdem Halmich ihre einmalige Karriere beendet hatte, sollte Kentikian in die Fußstapfen der Karlsruherin treten, deren vakanten Wibf-Gürtel übernehmen und den WBA-Titel verteidigen. "Es war ein Wahnsinnskampf", sagte Halmich, "Susi ist eine würdige Nachfolgerin.

Schon vor zwei Monaten hatte Poszwa aufwändige Fotos machen lassen, auf denen Kentikian Halmich den WM-Gürtel abnimmt. Die "Machtübergabe" war clever durchgeplant. Vom Universum-Boxstall seines Schwiegervaters Klaus-Peter Kohl, bei dem Halmich unter Vertrag stand, wanderte der WM-Titel nun zum Tochterunternehmen Spotlight und damit auch vom ZDF zum Privatsender Prosieben, der die Kämpfe von Kentikian überträgt.

TV-Bestwerte in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen

So werden auch neue junge Zielgruppen für den professionellen Faustkampf gewonnen. Die stets fröhliche und jugendkompatible Susi Kentikian eignet sich dafür ideal. Schon die Liveübertragung am Freitag brachte in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen einen Marktanteil von 13 Prozent. Insgesamt verfolgten durchschnittlich 1, sieben Mill. Zuschauer die Übertragung, bei der Regina Halmich als Co-Moderatorin auftrat. Bis 2009 soll Kentikian laut Vertrag bei dem Münchner Sender kämpfen und sich als neuer Star etablieren, dann ist ein Wechsel ins ZDF und in den "Mainstream" denkbar.

© SID

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