Boxen WM
Klitschko darf auf Revanche gegen Lewis hoffen

Das Comeback ist gelungen, nun darf Weltmeister Witali Klitschko auf eine Revanche gegen Lennox Lewis hoffen. Der Brite hatte Klitschko 2003 durch technischen K.o. besiegt.

Nach seinem erfolgreichen Comeback im Boxring kann Schwergewichts-Weltmeister Witali Klitschko auf einen zweiten Kampf gegen Ex-Champion Lennox Lewis hoffen. Der Brite, der Klitschko im Juni 2003 durch technischen K.o. in der sechsten Runde besiegt und seine Karriere wenige Monate später beendet hatte, arbeitet offenbar bereits an seiner Rückkehr.

"Wir wissen, dass Lennox wieder trainiert und bereits mit dem US-Sender HBO gesprochen hat", sagte Klitschko-Manager Bernd Bönte dem Sport-Informations-Dienst (sid) und bestätigte erste Vorgespräche mit dem Lewis-Lager: "Wenn Lennox zurückkommt, geht es ihm allein um ein weiteres Duell mit Witali. Witali hat seinen Teil durch sein erfolgreiches Comeback erfüllt, nun ist Lennox am Zug." In der übernächsten Woche werde es weitere Gespräche mit den Anwälten von Lewis geben.

Bisher hatte der inzwischen 43-jährige Lewis, der in seiner Laufbahn die Titel der Verbände WBC, WBA und IBF hielt, ein Comeback stets kategorisch ausgeschlossen. "Jetzt müssen wir abwarten, ob er tatsächlich grünes Licht geben wird", meinte Bönte. Lewis weist einen Kampfrekord von 41 Siegen (32 durch K.o.), zwei Niederlagen und einem Unentschieden auf.

Sieg von 2003 gilt als glücklich

Sein Sieg vor gut fünf Jahren gegen Klitschko gilt bis heute als glücklich. Der Ukrainer hatte nach Punkten in Führung gelegen, als der Kampf wegen einer Cutverletzung Klitschkos abgebrochen und somit zu Lewis' Gunsten entschieden wurde. Klitschko hatte in der Folgzeit immer wieder auf einen Rückkampf gedrängt, war bei seinem Rivalen aber auf taube Ohren gestoßen.

Nach den neuen Entwicklungen gibt sich "Dr. Eisenfaust" entsprechend angriffslustig. "Ich freue mich auf diesen Kampf. Die erste Hälfte gab es 2003, die zweite folgt jetzt. Dieses Mal bin ich der Champion, dieses Mal werde ich auch den Sieg bekommen", sagte der 37-Jährige der Bild-Zeitung. Der damalige Lewis-Trainer und heutige Klitschko-Coach Emanuel Steward ergänzte: "Dieser Kampf ist zwischen 180 und 200 Mill. Dollar schwer. Den will die ganze Welt sehen."

Klitschko hatte vor knapp zwei Wochen nach rund vierjähriger Ringpause sein Comeback gegeben und auf eindrucksvolle Weise WBC-Champion Samuel Peter (Nigeria) durch technischen K.o. in der neunten Runde entthront. Zum Pflichtherausforderer bestimmte die WBC den Kubaner Juan Carlos Gomez. Allerdings liebäugelt Klitschko auch mit einem Duell gegen WBA-Weltmeister Nikolai Walujew (WBA), der am 20. Dezember in Zürich auf US-Altstar Evander Holyfield trifft. Die Gürtel der IBF und der WBO hält Klitschkos jüngerer Bruder Wladimir.

"Alle vier Titel in die Familie holen"

"Wenn wir alle vier Titel in der Familie haben, ist das Ziel erreicht", sagte Wladimir Klitschko dem Hamburger Abendblatt: "Was mir gehört, gehört auch Witali - und umgekehrt." Der Doppelchampion verteidigt seine Titel am 13. Dezember in Mannheim gegen Hasim Rahman (USA): "Zunächst gilt meine ganze Konzentration nur Rahman, den ich bestimmt nicht unterschätzen werde." Für die Zeit danach spekuliert auch Wladimir Klitschko auf einen WM-Vereiningungskampf gegen Walujew.

© SID

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