Boxen WM: Klitschko im April in Mannheim gegen Byrd

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Klitschko im April in Mannheim gegen Byrd

Am 22. April bekommt Wladimir Klitschko in der Mannheimer SAP-Arena eine dritte Chance auf den WM-Titel. Im Schwergewicht fordert der Ukrainer den derzeitigen IBF-Titelträger Chris Byrd aus den USA heraus.

Wladimir Klitschko greift am 22. April in Mannheim erneut nach der WM-Krone im Schwergewicht. Der Ukrainer fordert in der SAP-Arena den IBF-Champion Chris Byrd heraus. Nach monatelangen Verhandlungen ist der Kampf unter dem Motto "Alles oder Nichts" nun perfekt. "Es ist ein großartiges Gefühl, wieder um die Weltmeisterschaft boxen zu können", sagt der 29-Jährige.

Für Klitschko ist es die dritte Chance auf einen WM-Gürtel. Am 14. Oktober 2000 hatte er gegen Byrd in Köln den WBO-Titel durch einen Punktsieg errungen. Am 10. April 2004 scheiterte er durch eine K.o.-Niederlage gegen Lamon Brewster bei dem Versuch, sich die WBO-Weltmeisterschaft zurückzuholen, die er im März 2003 durch die schwere K.o.-Niederlage gegen Corrie Sanders verloren hatte.

"Byrd ist heute mit Sicherheit stärker und erfahrener als bei unserem ersten Kampf", meinte Klitschko, "seine Siege gegen Topleute wie Evander Holyfield, Jameel Mccline und David Tua sprechen für sich." Der 35 Jahre alte US-Amerikaner gewann den IBF-Titel im Dezember 2002 durch einen Punktsieg gegen Holyfield und verteidigte ihn seitdem viermal erfolgreich. Insgesamt gewann der Linkshänder 39 seiner 42 Profikämpfe.

Klitschko war in 48 Kämpfen 45 Mal erfolgreich. Er ist nach seinem Erfolg im vergangenen September über den hochgehandelten Samuel Peter offizieller Herausforderer und Ranglistenerster bei den Verbänden IBF und WBO. "Ich freue mich, dass dieses Duell in Deutschland stattfindet", sagte Klitschko: "Mit der Unterstützung meiner Fans will ich wieder Weltmeister werden."

Byrd bricht angekündigten Deutschland-Boykott

Im ersten Fight gegen den Amerikaner mit Wohnsitz in Las Vegas hatte Klitschko eindeutig dominiert, konnte Byrd aber nicht vorzeitig besiegen. Byrd machte anschließend seltsame Verschwörungstheorien für seine Niederlage verantwortlich. Unter anderem behauptete er, dass Klitschko eine Substanz auf den Handschuhen hatte, die seine Augen angegriffen hätte. Er wollte deswegen eigentlich nie wieder in Deutschland boxen.

Mit seinem ausweichenden Kampfstil gilt Byrd allerdings in den USA als langweilig und im lukrativen Pay-TV nur schlecht zu vermarkten. Der Kampf wird deshalb live in der ARD übertragen. In den USA zeigt HBO die Bilder zeitversetzt.

© SID

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