Boxen WM
Sylvester: Oral vor der Brust, Sturm im Blick

In Rostock verteidigt Sebastian Sylvester heute seinen IBF-Titel im Mittelgewicht gegen den Deutsch-Türken Mahir Oral und hofft außerdem auf ein Re-Match gegen Felix Sturm.

Ein Star in Mecklenburg-Vorpommern: Wenn Sebastian Sylvester irgendwo zwischen Meer und der Müritz in den Ring steigt, vergisst der norddeutsche Fan seine sonstige Zurückhaltung. Der 30 Jahre alte Mittelgewichtler ist ein Publikumsliebling in seinem Heimatland und wird auch heute (22.30 Uhr/ARD) in Rostock wieder die Halle füllen, wenn er im Kampf um den WM-Titel der IBF auf den Hamburger Herausforderer Mahir Oral trifft.

"Das Publikum steht wie eine Wand hinter mir, deshalb beschäftige ich mich erst gar nicht mit dem Gedanken, dass ich verlieren könnte", sagt der 30 Jahre alte Blondschopf vor seiner dritten Titelverteidigung. Und natürlich geht er auch als klarer Favorit in den Kampf gegen den 36. der Weltrangliste. Dennoch erwartet Sylvester harten Widerstand: "Mahir wird bis zum Umfallen kämpfen. Ich stelle mich auf einen spektakulären Schlagabtausch ein."

Zweite WM-Chance für Oral

Für den 30 Jahre alten Deutsch-Türken Oral ist es die zweite WM-Chance. Im Juni 2009 unterlag er Arthur Abraham nach einer starken Leistung erst in der zehnten Runde durch technischen K.o.. Er sei damals nicht ganz hundertprozentig vorbereitet gewesen, so der Hamburger. Jetzt sei die intensive Vorbereitung zehn Wochen lang gewesen. "Ich kann auch in der letzten Runde noch so viel Gas geben wie in der ersten."

Oral hat im Sommer den umstrittenen Hamburger Promoter Ahmed Öner verlassen und für vier Kämpfe bei Sauerland unterschrieben. Der Kampf ist also auch ein Stallduell. "Das ist jetzt wahrscheinlich meine letzte WM-Chance", sagt Oral, "ich bin zu 110 Prozent sicher, dass ich sie nutzen werde." Der Herausforderer hat dabei prominente Unterstützung in seiner Ringecke. Regisseur Fatih Akin ist ein Freund und Fan von Oral und boxt selbst als Fitnesstraining.

Sylvester will es gegen Sturm noch einmal wissen

Für Sylvester soll der ehemalige Sparringspartner aber nur eine weitere Stufe der Karriereleiter werden. Neben der immensen Popularität in Deutschlands Nordosten wünscht er sich den Durchbruch im ganzen Bundesgebiet. Einmal bereits durfte er am großen Ruhm schnuppern, unterlag vor zwei Jahren im WM-Kampf um den WBA-Titel aber gegen Felix Sturm klar nach Punkten.

"Ich habe mich seitdem klar verbessert", sagt Sebastian Sylvester und hofft auf ein Re-Match gegen den Leverkusener: "Sturm gegen mich könnte ein interessanter Fight werden. Ich wäre bereit."

Als Aufwärmprogramm für das Publikum gibt es noch einen weiteren WM-Kampf. Cecilia Braekhaus (Norwegen) verteidigt ihre Gürtel der Verbände WBC, WBA und WBO im Weltergewicht gegen die Schwedin Mikaela Lauren.

© SID

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