Boxen WM
Trotz Rechtsstreits: Sidon steigt in den Ring

WBB-Weltmeister Andreas Sidon hat sein Comeback im Ring angekündigt. Trotz des laufenden Rechtsstreits um seine Box-Lizenz will Sidon am Freitag gegen Sheldon Hinton kämpfen.

Andreas Sidon kehrt ungeachtet seines Rechtsstreits mit dem Bund Deutscher Berufsboxer (BDB) in den Ring zurück. Der deutsche Meister im Schwergewicht boxt am kommenden Freitag im kanadischen Edmonton gegen Lokalmatador Sheldon Hinton und setzt dabei seinen Weltmeistertitel des unbedeutenden Weltverbandes WBB aufs Spiel.

Ursprünglich sollte bereits am 9. Oktober geboxt werden, doch machte Schneetreiben die Veranstaltung in einer Freiluftarena unmöglich. "Ich freue mich auf Kampfpraxis und hoffe, dass jetzt nichts mehr passiert", erklärte der 46-Jährige, der seit Tagen auf gepackten Koffern sitzt.

Der Bund Deutscher Berufsboxer hatte den alleinerziehenden Vater und Hartz-4-Empfänger wegen gesundheitlicher Bedenken 2007 die Lizenz entzogen, beide Seiten streiten seitdem vor Gericht. In einem Teil-Urteil hatte das Landgericht Hamburg im Juli 2009 eine Klage des Verbandes aus formalen Gründen abgewiesen, mit der der BDB feststellen lassen wollte, dass Sidon keinen Anspruch auf eine Box-Lizenz hat. Der BDB ging in Berufung. Sidon entschied sich für ein Comeback und fordert Schadenersatz.

Sollte Sidon über die achte Runde hinauskommen, ist ihm vertraglich ein Rückkampf binnen zwei Monaten zugesichert worden.

© SID

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