Boxen WM
Walujew vor Kampf gegen Barrett siegessicher

Der Russe Nikolai Walujew und der US-Amerikaner Monte Barrett boxen am frühen Sonntagmorgen in Chicago um den WBA-Gürtel. "Ich will alle vier Titel vereinigen, das traue ich mir zu", sagte der 2,13 Meter große Walujew.

Im Kampf um den WBA-Gürtel stehen sich am frühen Sonntagmorgen (5.00 Uhr/live in der ARD) in Chicago der Russe Nikolai Walujew und Monte Barrett (USA) gegenüber. "Nikolai ist das achte Weltwunder, das Empire State Building. Er ist der Mann, der die Titel aller vier Verbände vereinigen wird", sagte Boxpromoter Don King über den 2,13 Meter langen und 148,7 Kilo schweren Mann aus St. Petersburg, der als "Beast from the East" vermarktet wird.

"Alle vier Titel vereinigen"

Der US-Amerikaner Barrett ist 21 Zentimeter kleiner und bringt 47 Kilo weniger auf die Waage. "Ich will alle vier Titel vereinigen, das traue ich mir zu", tönte der Champ im klassischen King-Stil: "Die Amerikaner lieben Gewinner. Und deshalb bin ich hier", so Walujew.

Eigentlich steht der 32-Jährige beim deutschen Manager Wilfried Sauerland unter Vertrag. Doch als er am 17. Dezember letzten Jahres in Berlin dem King-Schützling John Ruiz den Schwergewichtstitel des Boxverbandes WBA abnahm, trat eine Klausel in Kraft, auf die King in weiser Voraussicht als Voraussetzung für das Zustandekommen des Fights bestanden hatte. Demnach teilt er sich in den nächsten vier Kämpfen die Einnahmen mit Sauerland. Da King aber auch die möglichen Gegner liefert, bleibt für den Deutschen so viel vom Kuchen nicht übrig.

Walujew in 44 Kämpfen ungeschlagen

Der Promotion schadete dieser Fakt selbstverständlich nicht. Don King vermarktet die sportlich wenig interessante Auseinandersetzung zum Kampf des Jahres. Dass es der in 44 Kämpfen ungeschlagene Walujew (32 Knockouts) sowie der zur zweiten Garnitur zählende Barrett (35 Kämpfe, 31 Siege, 17 Knockouts) in ihren Karrieren äußerst selten mit Weltklasse zu tun hatten, wurde beim Wiegen am Fuße des Sears Towers von Chicago geflissentlich verschwiegen.

Trotzdem ist der Fight in der 16 000 Zuschauer fassenden Allstate Arena zumindest für den Boxer aus St. Petersburg richtungsweisend. Kann er bei seinem dritten US-Gastspiel seine körperlichen Vorteile in den erwarteten Knockout ummünzen, winkt das ganz große Geld. "Ab Sonntag wird man mich in den USA hoffentlich wegen meiner boxerischen Fähigkeiten und nicht mehr nur wegen meiner Körpergröße bewundern. Ich werde die Herzen der Amerikaner im Sturm erobern", kündigte Walujew an.

© SID

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