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Brehme nicht mehr Trainer in Unterhaching

Fußball-Weltmeister Andreas Brehme hat aus der sportlichen Talfahrt der Spvgg Unterhaching die Konsequenzen gezogen und sein Traineramt beim abstiegsbedrohten Zweitliga-Club vorzeitig niedergelegt.

dpa UNTERHACHING. Fußball-Weltmeister Andreas Brehme hat aus der sportlichen Talfahrt der Spvgg Unterhaching die Konsequenzen gezogen und sein Traineramt beim abstiegsbedrohten Zweitliga-Club vorzeitig niedergelegt.

Beim Frühstück mit Manager Norbert Hartmann, einen Tag nach der 0:3-Pleite in Frankfurt, erklärte der 44-Jährige seinen Rücktritt. "Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, aber es geht nicht um mich, sondern um den Verein", sagte Brehme, der zu Saisonbeginn mit einem bis Saisonende befristeten Einjahres-Vertrag als Chefcoach bei den Hachingern eingestiegen war. Es war der achte vorzeitige Trainerwechsel der Saison.

Nach fünf Spielen ohne Sieg und zuletzt zwei Niederlagen hintereinander hatte sich Brehmes Rückzug angedeutet, aber der Verein hatte den Entschluss des 86-maligen Nationalspielers und Weltmeisters von 1990 so schnell nicht erwartet. "Ich war schon überrascht", gestand Manager Hartmann, "aber ich habe großen Respekt vor Brehmes Entscheidung. Er wollte neue Kräfte frei machen. Die Spieler sollen in den restlichen sechs Spielen um den Klassenerhalt die Köpfe frei bekommen." Das Präsidium der Spvgg will "das weitere Vorgehen zu besprechen".

Bis auf weiteres sind Co-Trainer Harry Deutinger und Torwarttrainer Rainer Berg für das Training zuständig. Deutinger war schon in der vergangenen Saison als "Feuerwehrmann" eingesprungen, als er die Nachfolge des entlassenen Cheftrainers Wolfgang Frank antrat und die Spvgg vor dem Abstieg rettete.

Mit Brehme, der die Mannschaft vor dem Training von seiner Entscheidung informierte, konnten die Hachinger in den vergangenen fünf Spielen (vier Niederlagen, ein Remis) nicht mehr gewinnen, schossen dabei kein Tor und fielen auf den 15. Tabellenplatz zurück. Unmittelbar nach dem Sonntags-Spiel bei Eintracht Frankfurt hatten die Verantwortlichen eine Entlassung ihres Trainers dennoch ausgeschlossen.

Angeblich wollte Brehme schon nach dem 0:2 bei Rot-Weiß Erfurt zurücktreten, doch die Mannschaft konnte ihn noch umstimmen. Vor seiner Tätigkeit in Unterhaching war der gebürtige Hamburger Trainer beim 1. FC Kaiserslautern, wo er nach knapp zwei Jahren im August 2002 entlassen worden war.

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