British Open
Wer ist Paul Dunne?

Den 22-jährige Paul Dunne kannte bislang kaum jemand. Bei den traditionsreichen British Open steht der Amateur jetzt kurz davor die begehrte Trophäe zu gewinnen. Wer ist der Mann, der aus dem Nichts kam?
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Düsseldorf Wer Golf hört, denkt an Tiger Woods, Martin Kaymer oder Bernard Langer. Auch bei den British Open im schottischen St.Andrews war das so – zumindest bis Sonntag. Tiger Woods ist raus, Martin Kaymer auf den 33. Platz abgerutscht und auch Bernhard Langer hat beim ältesten Golfturnier der Welt Boden verloren. Der 57-Jährige liegt am Ende des Leaderboards auf Platz 78. Es ist also Zeit für neue Stars. Zeit für Paul Dunne.

Paul wer? Den 22-Jährigen kannte bisher kaum jemand: Wie der britische „Guardian“ berichtet, war die Enttäuschung groß, als Zuschauer des Turniers Dunne nach einem Autogramm fragten. Sie hatten den Iren mit dem US-amerikanischen Golfprofi Jordan Spieth verwechselt. Im Nachhinein dürften sich die Enttäuschung über die Verwechslung aber gelegt haben. Denn der Ire spielte sich mit einer Bogey-freien Runde an die Spitze des einzigen europäischen Majors. Zusammen mit Louis Oosthuizen aus Südafrika und dem Australier Jason Day führt er bei Minus zwölf unter Platzstandard auf dem Par-72-Platz das Weltklassefeld an. Dabei ist Dunne gar kein Profi, sondern Amateur.

Seine Leidenschaft begleitet Dunne seit jeher. Geboren 1992 im irischen Greystones, spielte er schon während der Highschool für das irischen Golf-Jugendteam und repräsentierte sein Heimatland zum Beispiel bei den Europäischen Amateur Team Meisterschafen in Portugal. Aus dem Hobby einen Beruf machen? Das kam für Dunne erst einmal nicht in Frage: Der Ire zog ins US-amerikanische Birmingham und studierte Finanzwirtschaft an der Universität von Alabama (UAB).

Doch auch hier blieb er dem Sport treu: Im Golfteam der Hochschule machte er 2015 den fünften Platz bei den Universitätsmeisterschaften NCAA und unterstützte zudem das europäische Team beim Palmers Cup 2014. Im April schloss Dunne sein Studium in Birmingham ab, sein Coach begleitet den Iren aber trotzdem: In St. Andrews ist er sein Caddy.

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Kein Preisgeld in Aussicht

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