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Bronze im Bruderduell für Markus Dieckmann

Bei den Beachvolleyball-Europameisterschaften in Moskau haben die Doppel Dieckmann/Reckermann und Pohl/Rau eine Bronzemedaille gewonnen. Trotzdem wurden die deutschen Erwartungen nicht ganz erfüllt.

Trotz zweier Bronzemedaillen haben Deutschlands Beachvolleyballer bei den Europameisterschaften in Moskau die eigenen Erwartungen nicht erfüllen können. Zwei Monate nach den ersten deutschen WM-Medaillen der Geschichte für Julius Brink/Kjell Schneider reichte es für Stephanie Pohl/Okka Rau (Hamburg) und die entthronten Champions Markus Dieckmann/Jonas Reckermann (Moers) bei den mit 200 000 Euro dotierten kontinentalen Titelkämpfen ebenfalls "nur" zu Platz drei. Andreas Scheuerpflug beendete seine internationale Karriere mit einem unglücklichen vierten Platz.

Reckermann: "Können stolz sein"

"Deutschland ist eine Beach-Macht. Aber wir müssen noch lernen, auf den Punkt den Sieg nach Hause zu fahren. Zweimal Bronze ist schön, aber Platz 1 ist nun mal das Salz in der Suppe", kommentierte Werner von Moltke. Der Verbandschef lud totzdem die beiden mit je 10 500 Euro belohnten Medaillengewinner-Teams als Prämie zu einem einwöchigen Urlaub beim "Club der Besten" auf dem Kreuzfahrschiff Aida ein. Dieckmann/Reckermann sicherten sich die Plakette mit einem souveränen 2:0 (21:13, 21:14) im "Bruderduell" im "kleinen Finale" gegen die als Goldfavoriten angetretenen Christoph Dieckmann/Andreas Scheuerpflug (Berlin).

"Wir wollten Gold, aber eine Medaille ist eine Medaille. Wir haben jetzt vier Jahre hintereinander bei der EM auf dem Podest gestanden, darauf können wir stolz sein", erklärte Reckermann nach Gold 2002 und 2004 sowie Silber 2003. Unglücklich war der 38-Jährige Scheuerpflug, der vor allem mit der durch eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters zustandegekommenen 1:2-Halbfinalpleite gegen die Spanier Herrera/Mesa haderte. Durch die Niederlage gegen die späteren Überraschungs-Sieger verpasste das deutsche Duo zugleich den mit zwei Kleinwagen dotierte Gesamtsieg in der Europaserie verpasst.Scheuerpflug beendet seine Laufbahn ohne internationale Medaille und wird sich um seine beiden kleinen Töchter kümmern.

Pohl/Rau sichern sich Bronze gegen Kuhn/Schwer

Bei den Damen sicherten sich Pohl/Rau mit einem 2:0 (21:19, 21:17) gegen die Schweizerinnen Simone Kuhn und Lea Schwer zwei Jahre nach ihrem Titelgewinn die Bronzemedaille. Das deutsche Duo hatte im Halbfinale beim 0:2 (18:21, 14:21) gegen die Griechinnen Vassiliki Arvanity und Vassiliki Karadassiou keine Chance. Das griechische Duo gewann dann auch die mit 20 000 Euro dotierte Goldmedaille und sicherte sich den Gesamtsieg in der Europaserie.

"Schade wegen der Autos, aber wir sind über die Medaille als Ausgleich sehr glücklich. Das war das Optimum", erklärte Rau. Bei den Männern ging die Sonderprämie für den Triumph nach vier Europaserien-Turnieren an die Vizeweltmeister Sascha Heyer/Martin Laciga (Schweiz). Die angeschlagenen WM-Dritten Julius Brink/Kjell Schneider (Leverkusen/Kiel) erreichten Platz neun.

© SID

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