Bronze zum Abschied für Maier
Rehabilitierter Raich holt sein erstes Gold

Die österreichischen Herren haben wie erwartet den Riesenslalom in Turin dominiert. Benjamin Raich holte die Goldmedaille, Hermman Maier fuhr auf den Bronzerang. Silber sicherte sich dagegen ein Fahrer, mit dem vorher niemand gerechnet hatte.

HB TURIN. Auf den zweiten Rang fuhr überraschend Joel Chenal. Der Franzose hatte 0,07 Sekunden Rückstand auf Raich und verwies Österreichs Superstar Hermann Maier (2:35,16 Minute) bei dessen wohl letztem Olympia-Auftritt auf den Bronze-Rang.

Benjamin Raich bescherte Österreich die erste Goldmedaille der Alpin-Herren. Der Gesamtweltcup-Führende sicherte sich am Montag auf der anspruchsvollen Piste "Sises Giovanni Agnelli" in Sestriere in 2:35,00 Minuten den ersten Olympiasieg seiner Karriere.

Für Felix Neureuther war das erste Olympia-Rennen seiner Karriere schon im ersten Durchgang nach gut 50 Sekunden Fahrtzeit vorbei. "Ich habe vielleicht einen Tick zu viel riskiert. Aber es ist Olympia, und da will man nicht unter die 30 kommen, sondern richtig vorne reinfahren", sagte der 21-Jährige aus Partenkirchen nach seinem Ausscheiden.

Der als Medaillenkandidat in vier von fünf Disziplinen geltende Raich rehabilitierte sich für sein bislang enttäuschendes Auftreten bei den Turiner Winterspielen. In der Kombination war er auf dem Weg zum Gold im zweiten Slalom ausgeschieden. Im Super-G verpasste er einen Spitzenrang deutlich. "Ich habe in meiner Karriere schon so viel gewonnen, ich musste nichts mehr beweisen. Aber es ist immer ein Traum gewesen, bei Olympia vorne zu sein", sagte der Doppel- Weltmeister. Nach seiner Freundin Marlies Schild, die in der Damen-Kombination Silber geholt hatte, gratulierte im Zielraum auch Österreichs Bundeskanzler Wolfgang Schüssel dem Olympiasieger.

Während Chenal die Reihe überraschender Medaillengewinner in Sestriere fortsetzte, konnte sich Weltmeister Maier zu seinem Olympia-Abschied immerhin noch über Bronze freuen. Für den Doppel- Olympiasieger von 1998 war es die zehnte Medaille bei Großereignissen. Nur mit Gold hätte er Österreichs Ski-Idol Toni Sailer eingeholt.

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