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Bundesliga setzt auf Heimatnähe

Marbella, Chiclana de Frontera, Playa de Oliva oder Dubai sind out, Heimatnähe ist in: Die Fußball-Bundesliga setzt in der Vorbereitung auf ihre 43. Spielzeit auf Kurztrips.

dpa DüSSELDORF. Marbella, Chiclana de Frontera, Playa de Oliva oder Dubai sind out, Heimatnähe ist in: Die Fußball-Bundesliga setzt in der Vorbereitung auf ihre 43. Spielzeit auf Kurztrips.

An die Stelle teilweise exotischer Reiseziele wie noch in der Winterpause 2004/2 005 treten Norderney, Bad Wörishofen, der Schliffkopf im Schwarzwald oder Zeulenroda im Südosten von Thüringen. Meister und Pokalsieger FC Bayern München bleibt im Lande: In Rottach-Egern und Bonn - dort aus Gründen der Nähe zum Hauptsponsor - legt Chefcoach Felix Magath die Basis für die erfolgreiche Titelverteidigung.

Elf Mal sind deutsche Orte das Reiseziel, in fünf Fällen zieht es die Clubs nach Österreich, zwei Mal steht die Schweiz auf dem Programm. Es mag an den günstigen Klima-Bedingungen im europäischen Sommer oder an den schmalen Reisekassen der Vereine liegen: Gefragt ist das Normale wie bei Werder Bremen die Insel Norderney, das Zillertal in Österreich wie bei Eintracht Frankfurt oder eben Zeulenroda, eine 15 000-Einwohner-Stadt im Thüringischen Vogtland, wo der 1. FC Kaiserslautern sein Trainingslager beziehen wird.

Außer Erstliga-Rückkehrer Frankfurt zieht es nur noch den 1. FC Nürnberg (Feusisberg/Schweiz), den VfB Stuttgart (Irdning/Österreich), Hertha BSC (Schruns-Tschagguns/Österreich), den FC Schalke 04 (Bad Radkersburg/Österreich), Borussia Mönchengladbach (Seefeld/Österreich) und Bayer Leverkusen (St. Gallen/Schweiz) in das benachbarte Ausland.

Im emsländischen Hasetal, in der 4 000-Einwohner-Ortschaft Herzlake, soll bei den Profis des FSV Mainz 05 die Erstliga-Tauglichkeit weiter reifen. Auch der 1. FC Köln (Oberstaufen), Borussia Dortmund (Göttingen), Hannover 96 (Bad Zwischenahn) und der MSV Duisburg (Schliffkopf/Schwarzwald; Bitburg) zeigen sich wenig reisefreudig. Beim Hamburger SV, beim VfL Wolfsburg und bei Arminia Bielefeld standen Ende Mai die Trainingslagerziele noch nicht fest.

Nach dem Bundesliga-Finale am 21. Mai gönnen die Clubs ihren Angestellten in der Regel vier Wochen Urlaub. Am wenigsten Freizeit haben die Profis aus Wolfsburg, wo noch der ehemalige Chefcoach Erik Gerets den 22. Juni als Zeitpunkt des Trainingsauftakts festlegte. Thomas Schaaf gönnt den Spielern von Werder Bremen nach dem Erreichen der Champions-League-Qualifikation die längste Pause: Die erste Übungseinheit ist für den 4. Juli angesetzt. Die Rückkehrer Köln (23. Juni), Duisburg (26. Juni) und Frankfurt (30. Juni) bewegen sich mit ihren Trainingsauftakten im Norm-Bereich.

Das umfangreiche Nach-Bundesliga-Programm mit dem DFB-Pokalfinale und zwei Spielen anlässlich der Eröffnung der Allianz-Arena zögert den Urlaubsbeginn bei den Bayern-Profis bis zum 3. Juni hinaus. Danach gönnt ihnen Felix Magath vier Wochen bis zum Wiederbeginn am 2. Juli, der mit einem Testspiel am gleichen Tag beim SV 1 880 München einher geht. Eine Woche vor dem Auftakt zur neuen Saison wird der Faktor Reisestress bei den "Roten" aus München dann hoch sein: Am 26. und 28. Juli stehen zwei Spiele in Tokio auf dem Meister-Programm.

Aus der Flut von Testspielen ragen zwei Partien heraus: Champions- League-Sieger FC Liverpool tritt am 16. Juli gegen Bayer Leverkusen und am 22. Juli gegen den 1. FC Köln an.

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