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sonstige Sportarten: Bundestrainer Brand will die "Quoten-Ausländer"

Zu wenige deutsche Spieler in der Handball-Bundesliga machen Bundestrainer Heiner Brand ernsthafte Sorgen: "Wir müssen über eine Quotierung oder eine freiwillige Selbstbeschränkung von ausländischen Spielern nachdenken."

Bundestrainer Heiner Brand sorgt sich um die Zukunft des deutschen Handballs. Anlass ist der größte Ausländer-Anteil in der Geschichte der Bundesliga mit 130 Legionären aus 23 Nationen. "Beim Supercup-Endspiel vor einer Woche zwischen dem THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt waren ja phasenweise nur zwei Deutsche auf dem Parkett. Das ist schon sehr bedenklich und kann so nicht weitergehen. Ich denke, dass diese Entwicklung gestoppt werden muss, sonst könnte es nach meiner Amtszeit 2008 im deutschen Handball Probleme geben", erklärte der Weltmeister von 1978 in der Handballwoche. Seit dem Beginn der Saison 2005/06 gibt es im deutschen Handball wegen der EU-Erweiterung keine Ausländerbeschränkung mehr.

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Diskussion mit den Vereinen

Brand hat die Vereine vor dem Final Four im April in Hamburg auf die Problematik der vielen ausländischen Spieler hingewiesen und über Lösungsvorschläge nachgedacht: "Wir müssen über eine Quotierung oder eine freiwillige Selbstbeschränkung von ausländischen Spielern nachdenken - wie es auch schon in der spanischen Liga durchgeführt wird. Die Vereine müssen begreifen, dass ihre Fans auch deutsche Stars sehen wollen. Die derzeitige Entwicklung, wie auch im deutschen Eishockey und Basketball, geht eindeutig in die falsche Richtung."

Sogar schon Nachwuchs-Talente aus dem Ausland

Der 130-malige Nationalspieler moniert darüber hinaus, dass in der Bundesliga sogar schon Nachwuchs-Talente aus dem Ausland verpflichtet werden. "Wir müssen damit anfangen, die Zahl der Ausländer auf zunächst einmal zehn Spieler abzubauen. Das sage ich nicht aus Egoismus, weil ich Bundestrainer bin. Denn wenn wir nicht langsam damit anfangen, haben wir keine Spieler mehr für die Nationalmannschaft. Und ich meine, der deutsche Handball lebt von einer starken Nationalmannschaft."

© SID

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