Bunte Karnevalsparty beendet die Winterspiele: „Carnevalo Italiano“ zum Abschied

Bunte Karnevalsparty beendet die Winterspiele
„Carnevalo Italiano“ zum Abschied

Die XX. Olympischen Winterspiele von Turin sind Geschichte. Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) Jacques Rogge beendete die "brilliante" Spiele und lud gleichzeitig die Jugend der Welt nach Vancouver ein.

HB TURIN. Die XX. Olympischen Winterspiele sind Geschichte: Nach 17 tollen Tagen hat sich Turin mit einem furiosen "Carnevalo Italiano" verabschiedet. Vor den Augen von 35 000 Zuschauern im Stadio Olimpico und einer halben Milliarde Menschen an den Fernsehschirmen erklärte IOC-Präsident Jacques Rogge die Spiele um 21.31 Uhr offiziell für beendet und rief die Jugend der Welt auf, sich in vier Jahren wieder zu den Winterspielen in Vancouver zu versammeln.

"Liebe italienische Freunde. Ihr habt eure Herausforderung brilliant gemeistert. Wir sagen Italien, dem Piemont und Turin von ganzem Herzen Dankeschön", sagte Rogge und würdigte die Leistung der Sportler: "Athleten, wir haben eure brillianten Leistungen bewundert. Ihr habt uns mit mit eurem fairen Miteinander verführt. Lasst das Olympische Feuer in euren Herzen weiterbrennen."

Auf der Tribüne vertrat an der Seite des Staatschefs Carlo Azeglio Ciampi diesmal auch Ministerpräsident Silvio Berlusconi das Gastgeberland Italien. Valentino Castellani, Präsident des Organisationskomitees Toroc, bezeichnete die Spiele als "ein großes Fest des Sports". "Wir haben es geschafft - alle zusammen mit Teamgeist und großer Leidenschaft. Turin, Piemont und Italien haben der Welt die Bühne bereitet, wie wir es bei der Eröffnungsfeier gesagt haben. Wir haben großen Sport und faire Wettkämpfe gesehen", sagte Castellani, der bei seiner Rede von einem auf die Bühne stürmenden Mann unterbrochen wurde. Regierungsvertreter aus aller Welt, die Hollywood-Stars George Clooney und Brad Pitt sowie Microsoft-Gründer Bill Gates verfolgten das Spektakel live auf der Tribüne.

König des Abends war Italiens neuer Langlauf-Held Giorgio di Centa. Nach seinem Sieg im 50-km-Marathon bekam er während der Schlussfeier die insgesamt fünfte Goldmedaille Italiens bei diesen Spielen überreicht. Als sich die grün-weiß-rote Flagge in den Himmel von Turin erhob und die "Fratelli d´Italia" erklang, sorgten die restlos begeisterten 35 000 zum Abschluss der manchmal nüchternen Spiele mit einer minutenlangen LaOla für echte Olympia-Stimmung.

Neben di Centa auf dem Treppchen strahlten Silbergewinner Jewgeni Dementijew aus Russland und Mikhail Botwinow, der ungeachtet der Aufregung um die Österreich-Affäre die erfolgreichsten Winterspiele für die Alpenrepublik mit Bronze abrundete.

Auf der "italienischen Piazza" im ehemaligen Stadio Comunale hatten die Regisseure unter der Leitung von Marco Balich, der schon Rockkonzerte von U2 und Pink Floyd inszenierte, die Kulisse für eine bunte Karnevalsparty mit grotesker Clownerie und atemberaubenden Akrobatik-Nummern bereitet. Ein Clown auf einem Schimmel eröffnete mit seinem Ritt in den Innenraum die Zeremonie.

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