sonstige Sportarten
Buschschulte locker ins Halbfinale

Nach dem Staffelsilber bei der Schwimm-WM in Montreal plant Antje Buschschulte jetzt im Einzel über 100m Rücken die Titelverteidigung. Die 26-Jährige hat sich als Vorlaufdritte für das Halbfinale qualifiziert.

Schwimm-Ass Antje Buschschulte (Magdeburg) hat nach dem Staffelsilber bei der Schwimm-WM in Montreal nun im Einzel über 100m Rücken ihre Titelambitionen untermauert. In 1:01,41 Minuten zog die Titelverteidigerin als Vorlaufdritte ins Halbfinale ein. "Die Zeit war schon ganz gut, auch wenn ich noch nicht das richtige Gefühl für das Wasser hatte - aber das ist bei mir am Morgen immer so", meinte die 26-Jährige.

Zumal die Nacht nach einer kleinen Party etwas kürzer ausgefallen war als üblich. "Es ist mir etwas schwerer gefallen, aufzustehen", gab Buschschulte zu. Am ersten Wettkampftag hatte sie mit Petra Dallmann (Heidelberg), Annika Liebs (Würzburg) und Daniela Götz (Erlangen) überraschend Silber in der 4x100m-Freistilstaffel gewonnen und für die erste Medaille der deutschen Schwimmer in Kanada gesorgt.

"Ich möchte schon meinen deutschen Rekord verbessern."

Für die 100m Rücken wollte Buschschulte keine Prognose abgeben. "Ich möchte schon meinen deutschen Rekord verbessern. Was dabei heraus kommt, muss man abwarten", erklärte die Olympia-Dritte: "Die Konkurrenten waren nicht gerade überzeugend. Entweder die können nicht besser oder die pokern." Neben Buschschulte zog auch 50-m-Rücken-Weltrekordlerin Janine Pietsch aus Ingolstadt (1:02,37) als Neunte ins Halbfinale ein.

Bei den Männern scheiterte der deutsche Meister Marco Di Carli über die gleiche Strecke überraschend als 20. in 55,95. Zumindest der Wuppertaler Steffen Driesen (55,25) schaffte als 12. den Einzug ins Halbfinale. Überzeugen konnte Driesens Teamkollegin Sarah Poewe als Vorlauf-Vierte (1:08,64) über 100m Brust.US-Superstar Michael Phelps zeigte sich einen Tag nach seinem Vorrundenaus über 400m Freistil einigermaßen erholt. Über die halbe Distanz wurde Phelps in 1:48,17 ("Berauschend war das noch nicht") Vorlaufzweiter, blieb aber 29 Hundertstel hinter 400-m-Weltmeister Grant Hackett (Australien). Nach dem ersten ins Wasser gefallenen Duell der beiden Rivalen könnte es damit nun doch noch zum Showdown kommen. Stefan Herbst (Leutzsch/1:49,32) schaffte als 15. den Einzug ins Halbfinale. Der dreifache Junioren-Europameister Paul Biedermann (Halle/1:49,47) schied hingegen als 18. aus.

Beckmann:"Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen."

Im Lager des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) war nach dem Staffelsilber der Frauen die große Erleichterung deutlich zu spüren - auch bei DSV-Sportdirektor Ralf Beckmann. "Die Staffel gilt ja immer als besonderes Omen", meinte Beckmann mit schwarz-rot-gold angemalten Wangen und gab zu: "Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen." Von einer Genugtuung nach den Querelen im Vorfeld und der Suspendierung von Stev Theloke wollte der 58-Jährige aber nichts wissen: "Der Erfolg der Staffel war wichtig für das Team, nicht für mich persönlich."

Zuvor waren zum Auftakt alle fünf Einzelstarter des DSV baden gegangen und hatten das Finale verpasst. Als prominentesten hatte es Sprint-As Thomas Rupprath über 50m Schmetterling erwischt, der beim Weltrekord des südafrikanischen Staffel-Olympiasiegers Roland Schoeman (23,01) als Zwölfter in 24,04 Sekunden weit unter seinen Möglichkeiten geblieben war.

© SID

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