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Buschschulte nimmt in Montreal Gold ins Visier

Bei der Schwimm-WM in Montreal will Antje Buschschulte ihre Erfolgsserie bei Großereignissen fortsetzen. "Ich will über 100m Rücken meinen deutschen Rekord verbessern und wieder zu Gold schwimmen", sagt die 26-Jährige.

Für ihren Auftritt bei der Schwimm-WM in Montreal hat sich Antje Buschschulte einiges vorgenommen. Im Becken auf der Ile St. Helene will der Lockenkopf wieder mit gewohntem Motto auffallen: Schnell, zuverlässig - und möglichst ganz oben auf dem Podium stehen. "Ich will über 100m Rücken meinen deutschen Rekord verbessern und wieder zu Gold schwimmen", sagt die Magdeburgerin unverblümt. Dass sie aus Studiengründen in diesem Jahr nicht ganz so viel trainiert hat wie üblich, soll nicht als Entschuldigung gelten: "Durch die harte Vorbereitung im Vorjahr auf Olympia in Athen habe ich jetzt noch eine gute Grundlage."

Heute geht es für die 26-Jährige mit den Vorläufen los. Dienstag wird es dann in den Halbfinals und Endläufen ernst. Wenn alles passt, könnte sie sogar den fünf Jahre alten Europarekord der Rumänin Diana Mocanu (1:00,21 Minuten) knacken. Der liegt nur zwölf Hundertstel unter ihrer deutschen Bestmarke. "Doch das Wichtigste ist natürlich, am Ende vorne zu sein", sagt Buschschulte - wie 2003 in Barcelona.

In der Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) gehört die etwas ruhigere unter den Stars zu den stets zuverlässigen Athleten. Als Einzige war sie seit der EM 1995 in Wien bei jedem Großereignis dabei. Und als die Wellen in Athen hoch schlugen, behielt sie die Ruhe und schwamm zu Bronze. "Meine Bilanz bei Olympia hat gestimmt", stellte Buschschulte fest.

Buschschulte sagt 200-m-Rücken-Start ab

Nach dem Rücktritt von Franziska van Almsick und durch die Pause von Hannah Stockbauer steht sie in Kanada umso mehr im Rampenlicht. "Das stört mich aber nicht. Ich konzentriere mich hier sowieso nur ganz auf meine Leistung", sagt Buschschulte. Über 200m Rücken verzichtet sie allerdings auf einen Start. "Das hätte keinen Sinn. Für die lange Strecke habe ich im Training zu wenig tun können. Da fehlt mir am Ende die Kraft", erklärt sie.

Dafür könnte sie auf der 50-m-Distanz durchaus noch einmal zuschlagen - im Duell mit Teamkollegin Janine Pietsch. Bei den deutschen Meisterschaften im Mai in Berlin schnappte die 23-Jährige aus Ingolstadt Buschschulte überraschend den Weltrekord weg. Grund genug, für Buschschulte noch zusätzlich motiviert zu sein.

© SID

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