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Buschschulte wenig optimistisch für Olympia 2008

Nach den Ergebnissen des Deutschen Schwimm-Verbandes bei den Weltmeisterschaften in Montreal hat die vierfache Medaillengewinnerin Antje Buschschulte Zweifel an einem positiven Abschneiden bei Olympia 2008 geäußert.

Antje Buschschulte hegt Zweifel an einem erfolgreichen Abschneiden der deutschen Schwimmer bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking. Grund dafür seien die schwachen Vorstellungen bei den Weltmeisterschaften in Montreal. "Es gab einige Defizite. Ich bin wenig hoffnungsvoll. Da muss sich im DSV einiges grundlegend ändern", bilanzierte die erfolgreichste DSV-Aktive von Kanada im Interview mit dem Internet-Portal Sport1 und relativierte zugleich das positive Fazit von DSV-Sportdirektor Ralf Beckmann: "Ralf Beckmann will immer nur das Positive sehen."

Buschschulte fordert bessere Zusammenarbeit zwischen Trainern

Die bei der WM jeweils zweimal mit Silber und Bronze dekorierte Magdeburgerin räumte in dem Interview auch Verständnis für Angriffe des vor Montreal suspendierten Europameisters Stev Theloke auf Beckmann und den DSV: "In einigen Punkten kann ich ihm nicht widersprechen." Zwar nannte Buschschulte in diesem Zusammenhang keine Einzelheiten, forderte aber generell mehr Wettkämpfe für die jüngeren Aktiven und eine Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Heimtrainern der Aktiven und den DSV-Coaches.

Die Studentin machte zudem ihrem persönlichen Unmut über angebliche Sanktionen des Verbandes nach Olympia 2004 in Athen und den Differenzen in Ausrüster-Fragen Luft. "Seitdem wurden mir immer wieder Steine in den Weg gelegt. Man hat mich gemobbt. Das ging noch bis zur WM so", berichtete Buschschulte und kündigte eine öffentliche Abrechnung mit dem DSV an: "Weil man mit mir nicht vernünftig umgegangen ist, werde ich dann richtig den Mund aufmachen."

Einen Vorgeschmack auf ihre Kritik gab die 26-Jährige bereits durch den Vergleich zwischen ihrer Wertschätzung beim Verband nach Olympia und den WM-Tagen von Montreal: "Auf einmal hatte ich überall meine Schulterklopfer." Probleme in Kanada hätte es "nur mit Funktionären" gegeben: "Innerhalb der Mannschaft ist die Stimmung gut - ganz anders als noch bei den Olympischen Spielen."

© SID

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