Busfahrer sucht seine Tochter
„Aktenzeichen XY...ungelöst“ in Turin

Olympia soll helfen: Ein verzweifelter Sizilianer hat sich als Busfahrer bei den Winterspielen in Turin anstellen lassen, weil er sich dort Hinweise auf seine vermisste Tochter erhofft.

HB TURIN. An den Kleinbus, mit dem er derzeit Journalisten, Funktionäre und Betreuer zu den Wettkampfstätten in den Bergen fährt, hat der Vater Fotos von Töchterchen Denise angeklebt. Außerdem verteilt er Handzettel. "Seine ganze Hoffnung ist es, dass jemand die Kleine erkennt und ihm einen Hinweis gibt, wie er sie wiederfinden kann", berichten italienische Medien.

Das heute fünfjährige Mädchen ist seit September 2004 spurlos verschwunden. Sie habe damals zu Hause in Mazara del Vallo im Garten gespielt. "Die Großmutter ging nur kurz in die Küche. Als sie zurückkam, war die Kleine nicht mehr da", berichtet das italienische Fernsehen.

In halb Italien haben die Eltern nach ihrer Tochter gesucht. Sie sind sicher, dass die kleine Denise in den Händen von Entführern ist. Allerdings wird das Verschwinden von mysteriöse Umständen begleitet, verlautet in Mazara del Vallo auf Sizilien. Als Verdächtige hat die Staatsanwaltschaft die Stiefschwester der kleinen Denise im Visier. Die 19-Jährige habe vermutlich aus Eifersucht gehandelt. "Mit seiner Aktion will der verzweifelte Vater auch seiner älteren Tochter helfen", heißt es.

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