BVB-Sanierung: Fonds plant außerordentliche Versammlung am 14. März: Ein weiteres Scheibchen Wahrheit

BVB-Sanierung: Fonds plant außerordentliche Versammlung am 14. März
Ein weiteres Scheibchen Wahrheit

Die Wahrheit kommt weiter scheibchenweise ans Tageslicht: Borussia Dortmund hat offenbar nicht nur Teile der Markenrechte, sondern auch das Transferrecht zumindest an einem Star verpfändet. Die Finanzkrise des BVB ruft derweil nun auch Anwälte auf den Plan - die erste Klage wegen Kapitalanlagebetrugs steht ins Haus.

HB/mr DÜSSELDORF. Nach Informationen der Ruhr Nachrichten hat der BVB bereits vor einiger Zeit im Gegenzug für eine 15-Millionen-Euro-Geldspritze unter anderem die Transferrechte am tschechischen Spielmacher Tomas Rosicky an den Grevener Bauunternehmer Sahle verpfändet. Wird Rosicky transferiert, was angesichts einer von Manager Michael Meier angekündigten Reduzierung der Profigehälter von aktuell 35 auf 24 Mill. Euro nicht mehr lange auf sich warten lassen dürfte, müsste die Transfersumme zum Teil an Sahle abgeführt werden. Nach Darstellung der Zeitung hat Sahle aber mittlerweile wie die anderen Gläubiger einem Schulden-Moratorium zugestimmt.

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, warum sich die BVB-Geschäftsführung einem Wechsel des Tschechen im Jahr 2004 stets verweigert hatte, berichtet die Zeitung weiter. Der Transfer wäre demnach kein Befreiungsschlag für die Finanzen gewesen. Niebaum hatte Rosickys Verbleib häufig als Zeichen für die ungebrochene Finanzkraft der Kommanditgesellschaft auf Aktien gewertet.

Zu den finanziellen Schwierigkeiten des Fußball-Unternehmens gesellen sich zudem wohl schon in Kürze juristische Probleme. Die auf Aktionärsklagen spezialisierte Münchener Anwaltskanzlei Rotter kündigte am Montag an, Strafanzeige gegen die BVB-Führung zu stellen. "Diese Strafanzeige wird noch in dieser Woche erfolgen", bestätigte Kanzlei-Sprecher Stephan Holzinger. Die Geschäftsführung der GmbH & Co KGaA habe sich womöglich des Straftatbestandes des Kapitalanlagebetrus schuldig gemacht. Anwalt Klaus Rotter sagte: "Ich bin zutiefst überzeugt, dass die Mitteilung über die Verpfändung der Markenrechte an den Gerling-Konzern im Börsenprospekt bewusst unterlassen wurde." Dabei handele es sich um Kapitalanlagebetrug, der im Gegensatz zu Forderungen im Zuge der Prospekthaftung nicht verjährt sei.

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