Cappucino zur Analyse: DSV will von Krise nichts wissen

Cappucino zur Analyse
DSV will von Krise nichts wissen

Eigentlich sollte alles besser werden als vor zwei Jahren in St. Moritz. Doch auch in Bormio stehen die deutschen Ski-Asse zur Halbzeit der Titelkämpfe wieder ohne eine einzige Medaille da. Doch von einer Krise wollen Athleten wie Funktionäre nichts wissen.

HB BORMIO. "Es gibt keinen Grund, in Depressionen oder in Panik zu verfallen. Die Stimmung ist gut, die Mannschaft ist intakt", sagte Walter Vogel, Alpinchef des Deutschen Skiverbandes (DSV). Genau 20 Jahre nach dem Riesenslalom-Gold von Markus Wasmeier an gleicher Stelle ist die Bilanz trotz des Aufwärtstrends bei den Herren zur WM- Halbzeit im italienischen Bormio und Santa Caterina ernüchternd. Besonders die einst vom Erfolg verwöhnten Damen machen Sorgen.

Hilde Gerg verpatzte als Achte ihre letzte WM-Abfahrt und konnte der Rolle als größte Medaillenhoffnung wieder nicht gerecht werden. "Es gibt keinen Vorwurf, weder an Hilde, noch an die Trainer", sagte Vogel. Auch ohne Edelmetall werde man an den langfristigen Konzepten festhalten. Zwei Großereignisse hintereinander ohne Medaille hatte es für den DSV zuletzt bei WM 1970 und Olympia 1972 gegeben.

Personelle Konsequenzen wie nach der WM 2003 schloss Vogel in seinem Zwischenfazit vor den technischen Wettbewerben in dieser Woche aus. "Solche Gedankenspiele finden überhaupt nicht statt. Ich glaube nicht, dass panische Reaktionen Ziel führend wären." Noch am Sonntag versammelte Vogel Trainer und Athleten im Hotel Nordik bei Cappucino und Rotwein zu einem Gespräch. "Wir konnten das Ergebnis schnell analysieren", sagte er. Die Erklärungen für das Abschneiden fallen jedoch bescheiden aus. "Bei diesen Bedingungen, mit großer Kälte und trockenem Schnee, ist die Konkurrenz momentan besser."

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