HB DÜSSELDORF. Die Gremien der Europäische Handball-Föderation (EHF), die seit 1993 die Champions League veranstaltet, trafen diesbezüglich bereits letzte Woche eine Entscheidung. Das Vertragswerk sei fertig, es fehlten nur noch die Unterschriften, heißt es aus Insiderkreisen. Die Vertragslaufzeit soll drei Jahre betragen, inklusive einer Option auf ein weiteres Jahr. Geplant ist, dass das Deutsche Sportfernsehen (DSF) den wichtigsten Klubwettbewerb redaktionell umfangreich begleitet, unter anderem in einem Champions-League-Magazin.
In den vergangenen drei Jahren hatte die in Wien ansässige EHF die Champions-League-Rechte für den deutschen Markt an Eurosport vergeben. Nach Aussagen deutscher Klubvertreter kassierte der Verband dafür rund eine Mio. Euro jährlich, abzüglich allerdings der Produktionskosten für die übertragenen Spiele. Der neue Vertrag dürfte weitaus lukrativer für die EHF ausfallen, da sich Eurosport und DSF in den letzten Monaten ein Bietergefecht geliefert haben. Hoffnungen darauf, dass der Kölner Privatsender RTL das Final-Four-Turnier überträgt, das ab der nächsten Saison entweder in Köln oder Berlin ausgetragen wird, zerschlugen sich bereits im März.