Coole Cupper
Gelassenheit kurz vor dem Start

Einen Tag vor dem Startschuss zum America's-Cup-Finale gaben sich sowohl Titelverteidiger Alinghi als auch Herausforderer Team New Zealand entspannt. Selbst das Wort "Revanche" wurde aus dem Sprachgebrauch gestrichen.

Brad Butterworth übte sich als Alleinunterhalter, Dean Barker gab sich ungewohnt gelöst, selbst Alinghi-Boss Ernesto Bertarelli wirkte in blauer Jeans und Polohemd wie auf einem Schulausflug. 24 Stunden vor dem Tag, "auf den wir seit vier Jahren gewartet haben" (Bertarelli), überraschten sowohl der Titelverteidiger als auch Herausforderer Emirates Team New Zealand mit nach außen getragener Gelassenheit.

Dass es in Köpfen und Mägen jedoch ganz anders aussieht, wurde am Freitag ebenso deutlich. "Natürlich sind wir aufgeregt", verriet Multi-Milliardär Bertarelli, der wie erwartet in der 17-köpfigen Crew der Schweizer steht: "Immerhin hat Neuseeland eine starke Mannschaft und will Revanche für das letzte Finale." 2003 hatten die "Kiwis" im heimischen Auckland sang- und klanglos 0:5 verloren.

Von einer "Revanche" wollte Alinghi-Taktiker Brad Butterworth derweil nicht sprechen. "Ich nenne es lieber eine Neuauflage", meinte der Neuseeländer und unterstrich damit das ungewohnt gute Verhältnis der beiden Kontrahenten. Kein Vergleich zu 2003, als eine ganze "Kiwi"-Fraktion um Steuermann Russell Coutts zu Alinghi gewechselt war und daraufhin in der Heimat als Landesverräter beschimpft wurde.

Barker will "das Ding gewinnen"

Auf Seiten des Emirates Teams übte sich auch Dean Barker kurz vor dem Start in Zurückhaltung. Der Steuermann, der 2000 mit und 2003 gegen Butterworth im Cup-Finale segelte, sprach einzig bei der Zielvorgabe Klartext. "Wir sind so weit gekommen, jetzt wollen wir das Ding auch gewinnen", so der Mann aus Auckland vor dem Treffen der Generationen: Mit 34 Jahren ist Barker stolze 15 Jahre jünger als sein Alinghi-Kontrahent Ed Baird.

Den ersten kleinen Sieg verbuchten die Neuseeländer immerhin schon vor dem Startschuss. Beim traditionellen Münzwurf war das Glück auf Seiten des Herausforderers, der somit am Samstag (ab 15 Uhr) mit Wegerecht in die Vorstartphase geht. Spätestens dann dürfte auch die Gelassenheit der beiden Teams Vergangenheit sein.

© SID

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