Curling Olympia
Deutsche Curlerinnen können für Olympia planen

Die deutschen Curlerinnen um Skip Andrea Schöpp sind so gut wie sicher für die Olympischen Spiele 2010 in Vancouver qualifiziert. Nur noch theoretisch können sie verdrängt werden.

Die deutschen Curlerinnen um Skip Andrea Schöpp können so gut wie sicher für die Olympischen Spiele 2010 in Vancouver planen. Das deutsche Meisterteam vom SC Riessersee kam am Dienstag im siebten Spiel bei der Weltmeisterschaft in Gangneung/Südkorea durch einen 10:1-Kantersieg gegen Olympiasieger Schweden zum dritten Turniererfolg. Mit 3:4-Siegen ist Deutschland nur noch theoretisch vom letzten Qualifikationsplatz für Kanada zu verdrängen. Für die deutschen Frauen wäre es die dritte Olympia-Teilnahme nach 1998 und 2002.

"Die Sache müsste zu 90 Prozent klar sein"

"Die Sache müsste zu 90 Prozent klar sein", sagte Ex-Weltmeisterin Andrea Schöpp, und untertrieb damit gehörig. Denn allenfalls Südkorea besitzt noch eine Chance auf Vancouver. Um Schöpp doch noch aus dem Rennen zu werfen, müssten die in sieben Partien nur zweimal siegreichen Asiatinnen allerdings mindestens Dritter werden. Gleichzeitig müsste die deutsche Mannschaft auf dem letzten Platz landen.

Da neben Schlusslicht Norwegen (0:7) auch Italien (1:6), Russland und Südkorea (beide 2:5) hinter dem Team des Deutschen Curling-Verbandes (DCV) liegen, winkt diesem zumindest Rang zehn. Damit müsste Südkorea sogar ins Finale einziehen, was angesichts des neunten Platzes vor den letzten vier Spielen kaum möglich ist.

Nur drei Spielerinnen auf dem Eis

Deutschland konnte am vierten Tag nur mit drei Spielerinnen aufs Eis. Monika Wagner konnte wegen einer Angina nicht antreten. Da die als Ersatzspielerin vorgesehene Martina Tichatschke wegen eines Dopingvergehens nicht startberechtigt war, konnte Bundestrainer Oliver Axnick neben Andrea Schöpp nur noch Melanie Robillard und "Küken" Stella Heiß aufbieten.

Tichatschke war wegen zweier so genannter "missed Tests" für sechs Monate nicht spielberechtigt. Dass sie trotzdem für Gangneung gemeldet war, ging offenbar auf einen Irrtum der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada) zurück. Auf mündliche Anfrage wurde DCV-Sportdirektor Ralph Schneider zunächst die Auskunft erteilt, Tichatschkes Teilnahme sei kein Problem. Als diese dann gemeldet war, wurde Schneider schriftlich von der Nada darüber informiert, dass Tichatschke doch nicht spielen dürfe. Auf eine Nachnominierung verzichtete Schneider.

© SID

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