Das ganze Jahr Golf spielen
Putten in Patagonien

Nach der großen Wirtschaftskrise liegt Argentinien auch für Golfer im Trend. Von den spektakulären Wasserfällen von Iguazu in der subtropischen Hitze des Nordostens bis hin zum Südzipfel von Feuerland gibt es Golf in allen Varianten. Rund um die Metropole Buenos Aires kann das ganze Jahr über gespielt werden, im kalten Patagonien nur von November bis April. Noch weitgehend unberührt vom Golftourismus ist dagegen der benachbarte Kleinstaat Uruguay.

Er heißt Gaston Hernandez, aber seit Jahren nennen ihn alle den "mudo" , den Stummen. "Zwei Finger rechts vom Loch", die Anweisung für die Putt-Linie ist knapp, aber präzise. "Die Schultern", kommentiert er lakonisch, wenn sich der Drive in tiefes Gebüsch unter den Eichen verirrt hat.Worte sind nicht seine Stärke, aber im Spiel rund ums Grün ist er unschlagbar. Der matthäutige, schnurrbärtige "Mudo" ist der Champion der Caddies des Hindu Club in Don Torcuato, 30 Kilometer nördlich von Buenos Aires.

27 Loch im britischen Stil, enge, von Eukalyptus- und Pinienwäldern umsäumte Fairways, durchzogen von Wassergräben? die "cancha", der Platz, ist eine strenge Golfschule. Die Atmosphäre im traditionsreichen Club ist familiär, jeder kennt jeden, doch der Hindu öffnet sich ab 40 Pesos (11 Euro) auch Green-Fee-Spielern. Der "mudo" hat das Zeug zu einem Golflehrer. Vor einigen Monaten ließ er bei einer Qualifikationsrunde für das Diplom mit 1 unter Par seine Konkurrenten weit hinter sich? doch dann hatte er nicht genug Pesos, um sich für das anschließende Turnier einzuschreiben.

Es gibt nicht viele "mudos" im Land der Pampa, aber Tausende von Caddies, seitdem 1885 englische Einwanderer den Golfsport einführten. Nicht nur rund um Buenos Aires findet man Golfplätze: Von Salta im heißen Nordwesten bis ins kühle Ushuaia, eine bizarre Stadt am Ende der Welt, 5000 Kilometer weiter südlich, gibt es mehr als 240 Anlagen.

Das "Llao Llao", am Rande der Anden Patagoniens, in der Nähe des Skiorts San Carlos de Bariloche 1800 Kilometer südlich von Buenos Aires, gilt als das schönste Hotel Argentiniens. Links liegt der Nahuel-Huapi-See mit seinen dunklen, vom Wind gepeitschten Gewässern. Rechts davon der kleine, stille Moreno- See.Zwischen beiden thront majestätisch auf einer Landzunge das Hotel im normannischen Stil, überragt vom Cerro Tronador. Das Panorama, das sich kurz vor dem Grün von Loch 4 bietet, ist so gewaltig, dass Golf zur Nebensache wird.

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