Das Uhrwerk
Liebeserklärung an die Winsch

Sie gibt Seglern Bärenkräfte.Mit ihrer Hilfe werden Segel dichtgeholt und justiert, Regatten gewonnen oder verloren. Ohne sie wäre Segeln heute undenkbar. Eine Liebeserklärung an die Winsch.

Es gibt sie in Aluminium, Bronze, Edelstahl, speziellen Legierungen und natürlich in Karbon, mit einem, zwei oder weiteren Gängen, sogar mit Rückwärtsgang und Überlastschutz. An der Winsch hat sich manche Segler- und Erfindergeneration versucht.

Der Flugzeugingenieur Frank Murdoch etwa dachte sich in den dreißiger Jahren einen Ruderantrieb für den America?s Cup aus. In den Siebzigern ließ der Göteborger Volvo-Mann Helmer Petterson die Winschen des Cuppers "Sverige" mit Fahrradpedalen rotieren. 1974 perfektionierte der Schwabe Rudi Magg die Winsch zum einhändig bedienbaren Universalautomaten für Regatta- und Solosegler. Eine Hand am Steuer, eine für die Winsch.

Die Winsch und ihr komplexes Innenleben aus Antriebswelle, Lagern, Sperrklinken und Zahnrädern des Getriebes symbolisiert das Teamwork des Segelsports. Ihr satter Klang verspricht sichere Funktion, ihr metallisch heller Ton verlangt Schmierung, ein asynchrones Einrasten der Sperrklinken Reinigung. Hobbysegler warten sie alle zwei Jahre, Grand-Prix-Segler ständig.

Die Winschen-Tüftler sitzen überall. Der toskanische Maschinenbauer Fabio Perini entwickelte erst eine neue Winschengeneration, dann ließ er seine Flotte luxuriöser Superyachten vom Stapel. Die Entwickler des englischen Winschenspezialisten Lewmar kamen in einem südafrikanischen Bergwerk auf den richtigen Dreh. Die Firma Rondal liefert mit Sensoren gespickten holländischen Sondermaschinenbau. Und Normalsegler beglückt der Däne Frode Andersen mit leichten, reibungs- und wartungsarmen Modellen. Er baut ihre Trommeln beinahe wie Kochtöpfe aus pflegeleichtem Edelstahl.

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