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Daviscup-Aus für Australien

Bitteres Aus für den 28-maligen Daviscup-Sieger Australien: Ausgerechnet in Sydney gab es für die Mannschaft um Lleyton Hewitt eine 1:4-Schlappe gegen Argentinien, das nun im Semifinale steht.

Der 28-malige Sieger Australien ist im Daviscup-Viertelfinale ausgeschieden. In Sydney unterlagen die Gastgeber Argentinien 1:4. Die "Gauchos" stehen dagegen schon zum dritten Mal in vier Jahren im Halbfinale.

Die Entscheidung fiel im dritten Einzel, das eine Neuauflage des Wimbledon-Finals von 2002 war, nur mit umgekehrtem Ausgang. David Nalbandian setzte sich gegen Lleyton Hewitt 6:2, 6:4, 6:4 durch und brachte die Südamerikaner uneinholbar 3:1 in Führung. "Ich wusste, dass es das wichtigste Spiel werden würde. Dass ich es so leicht gewinnen konnte, macht mich sehr froh", war Nalbandian die Genugtuung anzumerken.

Intimfeindschaft zwischen Hewitt und "Gauchos"

Die Fehde zwischen Hewitt und den Argentiniern hatte bei den Australian Open im Januar in Melbourne begonnen. Juan Ignacio Chela verlor nach seiner Niederlage in der dritten Runde dermaßen die Nerven, dass er Hewitt am Netz anspuckte. Nalbandian, gleichfalls kein Kind von Traurigkeit, ließ sich im Viertelfinale von Hewitts ständig gezeigter Faust so irritieren, dass er das Match in fünf Sätzen verlor.

Dementsprechend hoch her ging es auch im Daviscup. Schon nach dem Auftakteinzel zwischen Hewitt und Guillermo Coria, das Hewitt 7:6, 6:1, 1:6, 6:2 gewann, gab es einen verbalen Schlagabtausch: "Ich könnte Hewitt umbringen", erklärte Coria nach dem Match, in dem beide Spieler sich gegenseitig beleidigt und aus dem Rhythmus gebracht hatten: "Ich bewundere sein Spiel, aber ich hasse seine Art. Er kann der beste Spieler der Welt sein, er kann jedes Turnier gewinnen, aber er darf sich nicht länger ungestraft so benehmen."

Coria, der in Spielerkreisen ebenfalls nicht gerade als Sympathieträger gilt, kritisierte Hewitts Art, bei jedem Fehler des Gegners die Faust zu ballen und das Publikum mit wilden Gesten und "Come on"-Rufen zu animinieren. "Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass man Fehler des Gegners stillschweigend zur Kenntnis nimmt", so der Argentinier.

Auch Slowakei und Russland weiter

Der anschließende 6:3, 7:6-Erfolg von Guillermo Coria gegen Peter Luczak, der das offizielle 4:1-Endergebnis herstellte, hatte nur noch statistische Bedeutung. 1990, beim bislang einzigen Auftritt auf dem Fünften Kontinent, unterlagen die Südamerikaner auf dem Rasenplatz von Sydney noch 0:5.

Im Halbfinale (23. bis 25. September) trifft Argentinien auf das Team der Slowakei. Dominik Hrbaty brachte die Slowaken in Bratislava gegen die Niederlande uneinholbar 3:1 in Führung. Dabei profitierte er von der verletzungsbedingten Aufgabe Peter Wessels´, der beim Stand von 6:3, 6:1, 3:0 für Hrbaty aufhören musste. Michal Mertinak machte durch ein 4:6, 6:3, 6:4 gegen Melle van Gemerden den 4:1-Endstand perfekt.

Als drittes Team machte Russland den Einzug in die nächste Runde perfekt. In Moskau gewann Igor Andrejew im entscheidenden Match gegen Paul-Henri Mathieu 6:0, 6:2, 6:1, nachdem zuvor French-Open-Halbfinalist Nikolai Dawidenko durch einen 6:2, 4:6, 6:2, 6:1-Sieg gegen Richard Gasquet zum 2:2 für die Gastgeber ausgeglichen hatte. Bereits 2002 hatte Russland im Finale in Paris gegen Frankreich nach 1:2-Rückstand noch einen 3:2-Sieg erkämpft. Die Russen treffen im Halbfinale auf Kroatien, das in Split gegen Rumänien uneinholbar mit 3:1 in Führung ging. Ivan Ljubicic sorgte mit einem 6:3, 6:4, 6:3 über Andrei Pavel für den entscheidenden Punkt.

© SID

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