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Daviscup-Viertelfinale verspricht Spannung

An diesem Wochenende beginnt das Viertelfinale im Daviscup. Die Slowakei und Kroatien treffen dabei auf die Außenseiter Niederlande und Rumänien, Australien und Russland spielen gegen Argentinien und Frankreich.

Ab heute steht das Viertelfinale im Tennis-Daviscup auf dem Programm. Die zu Beginn als Außenseiter gehandelten Slowaken und Kroaten hatten sich zum Auftakt überraschend gegen die großen Tennisnationen Spanien und USA durchgesetzt. Die "Giganten" Russland, Frankreich, Australien und Argentinien setzten dagegen sich wie erwartet gegen ihre Erstrundengegner durch.

Slowaken und Kroaten unterschätzt

Dominik Hrbaty, der die Slowaken gemeinsam mit Karol Beck in der ersten Runde zum triumphalen 4:1 über Titelverteidiger Spanien mit French-Open-Champion Nadal geführt hatte, hofft im Heimspiel gegen die Niederlande in Bratislava auf den Einzug ins Halbfinale und verzichtete dafür wie sein Teamkollege sogar auf einen Turnierstart in der vergangenen Woche.

Nur gut 500 km weiter südlich ist der 26 Jahre alte Aufschlagriese Ivan Ljubicic in Split Kroatiens Hoffnungsträger im Duell gegen Rumänien mit dem früheren deutschen Erfolgscoach Niki Pilic auf der Bank. In der ersten Runde hatte der 1,93-m-Mann mit drei Siegen gegen die USA um die früheren Weltranglistenersten Andre Agassi und Andy Roddick den Rekordchampion fast im Alleingang in die Knie gezwungen.

Treffen der Giganten

Während die Überraschungsteams der Auftaktrunde diesmal gegen die "Daviscup-Minis" Niederlande und Rumänien favorisiert sind, müssen die Giganten in direkten Duellen um den Einzug in die Runde der letzten Vier vom 23. bis 25. September kämpfen. In Sydney trifft der 28-malige Champion Australien mit Topmann Lleyton Hewitt auf die seit Jahren hoch gewetteten Argentinier.

Die Südamerikaner stellen mit dem früheren Wimbledon-Finalisten David Nalbandian (Nummer zehn der Entry List), French-Open-Finalist Mariano Puerta (12) und Guillermo Coria (15) das nominell stärkste Aufgebot. "Dieses Spiel kann ein absoluter Knüller werden", meint Australiens Teamchef John Fitzgerald.

Safin verletzt und Einsatz von Dawidenko fraglich

Noch stärker hat das Verletzungspech Russland ereilt. Der Champion von 2002 muss in der Neuauflage des denkwürdigen Finals von vor drei Jahren in Moskau gegen Frankreich ohne Australian-Open-Finalist Marat Safin auskommen, der nach einer Knie-Operation fehlt. Zudem bangt Coach Shamil Tarpischtschew um Aufsteiger Nikolai Dawidenko (Handgelenksverletzung). "Die Ärzte sagen, ich brauche noch ein bisschen Genesungszeit. Ich weiß nicht, ob ich am Freitag spielen kann", erklärte Dawidenko.

Sollte es nicht klappen, scheint auch der Traum von Kapitän Tarpischtschew in weite Ferne gerückt. Der frühere Profi war in der vergangenen Woche mit den russischen Fedcup-Damen erneut ins Finale eingezogen und könnte als erster Trainer im selben Jahr sowohl Fed- als auch Daviscup gewinnen. Mit dem Erfolg der Frauen 2004 hatte er schon als dritter Kapitän nach den Franzosen Yannick Noah und Guy Forget jeweils einen Titelgewinn in beiden Wettbewerben gefeiert.

© SID

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