DEB-Sportdirektor Reindl: „Das ist eine ganz bittere Stunde"
Slowenen besiegeln Deutschlands Abstieg

Die letzte Hoffnung für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft auf den Klassenerhalt ist dahin. In Zukunft heißen die Gegner wieder Kroatien und Israel statt Kanada und Tschechien. Der umstrittene Bundestrainer Poss tritt derweil die Flucht nach vorn an.

HB INNSBRUCK. Wie von vielen Experten nicht anders erwartet blieb die Schützenhilfe der österreichischen Eishockey-Nationalmannschaft für das DEB-Team aus. Damit ist der deutsche Abstieg besiegelt. Aufsteiger Slowenien sicherte sich durch einen 6:2 (0:1, 3:0, 3:1)-Sieg zum Abschluss der WM-Relegation gegen Gastgeber Österreich noch den Klassenerhalt und schickte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) nach 1964, 1968, 1973 und 1998 wieder in die Zweitklassigkeit.

"Das ist eine ganz bittere Stunde und nur sehr schwer zu verkraften", sagte DEB-Generalsekretär Franz Reindl, der das Schicksalsspiel in einem Wiener Hotel am Fernseher verfolgte: "Damit sind alle unsere Planungen über den Haufen geworfen." Die Spieler und Bundestrainer Greg Poss, über dessen Zukunft im Sommer entschieden werden soll, erfuhren daheim per Videotext oder Internet von ihrem Abstieg.

Die Österreicher, die einen Sieg mit mindestens acht Toren Differenz zum Klassenerhalt benötigten, gingen in Innsbruck zwar durch Roland Kaspitz früh in Führung (5.). Doch nach dem 1:1 durch den Ex-Krefelder Ivo Jan (26.) drehten die Slowenen, die gegen Deutschland 1:9 verloren hatten, das Spiel. Marcel Rodman, ebenfalls Ex-Krefelder (35.), und Tomaz Razingar (37.) erzielten die weiteren Tore. Nach dem Anschlusstreffer für die Gastgeber durch Gerhard Unterluggauer (42.) sorgten erneut der überragende Jan (46., 50.) und Damjan Dervaric (52.) für den Endstand.

Nach dem Sturz in die Zweitklassigkeit heißt es für die deutschen Cracks im kommenden Jahr Kroatien statt Kanada oder Israel statt Tschechien. Die beiden Eishockey-Exoten gehören nach ihrem Aufstieg aus der C-Gruppe ebenso zu den möglichen Gegnern 2006 wie Polen, Ungarn, Japan, Großbritannien, Frankreich, die Niederlande, Estland und Litauen. Die zwölf Teams werden in zwei Sechser-Gruppen eingeteilt. Esten, Litauer, Kroaten, Ungarn und Japaner haben sich um die Ausrichtung beworben.

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