DEB-Team in Abstiegsrunde
Debakel für Poss-Team

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat gegen die Schweiz eine bittere Pleite eingesteckt. Besonders enttäuschten im DEB-Team Kapitän Jan Benda, der eine unnötige Spieldauerdisziplinarstrafe erhielt, und Goalie Oliver Jonas, der eine schwache Partie bot. Jetzt droht der Abstieg.

HB WIEN. Die desolate DEB-Auswahl muss nach dem 1:5 (1:1, 0:1, 0:3) gegen die Schweiz erstmals seit 1998 den bitteren Gang in die Abstiegsrunde antreten und trifft dort an diesem Freitag (16.15 Uhr) in Wien auf Gastgeber Österreich. Weitere Kontrahenten sind am Montag (12.15 Uhr) Slowenien und am Dienstag (12.15 Uhr) Dänemark. Beide Partien finden in Innsbruck statt.

Vor 7500 Zuschauern in der Wiener Stadthalle reichte das erste Tor des Kölner WM-Debütanten Sebastian Furchner in der 16. Minute nicht zum dringend benötigten ersten Sieg für die DEB-Auswahl. Ivo Rüthemann (6.), Martin Plüss (29. und 52.), Patrick Fischer (49. ) und Beat Forster (52.), als Poss acht Minuten vor dem Ende Torhüter Oliver Jonas rausgenommen hatte, besiegelten die bittere 40. deutsche Niederlage im 115. Derby der Erzrivalen.

Für Poss, der noch immer auf sein erstes WM-Erfolgserlebnis wartet, war es bereits die 14. Pleite im 19. Spiel als Bundestrainer. Gegen die Schweiz hatte eine deutsche Mannschaft zuletzt 1965 beim 1:6 bei einer WM so hoch verloren.Während die Eidgenossen wieder das Viertelfinale ins Visier nehmen, hat die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes ihren achten Platz in der Weltrangliste definitiv verloren. Und es kann noch schlimmer kommen: In der Relegation gegen Österreich sowie in den weiteren Spielen in Innsbruck am Montag (12.15 Uhr) gegen Aufsteiger Slowenien und am Dienstag (12.15 Uhr) gegen Dänemark muss die deutsche Mannschaft mindestens Zweiter werden, um den Abstieg zu vermeiden.

"Wir sind dem Druck gewachsen. Ich habe ein gutes Gefühl", hatte Poss vor dem Endspiel gesagt. Doch zunächst begann alles wie bei den Niederlagen in den ersten beiden Partien gegen Kasachstan und Tschechien: Erneut geriet die deutsche Mannschaft früh in Unterzahl in Rückstand. Bei einem Konter der Schweizer musste Jochen Hecht zu unerlaubten Mitteln greifen, die Strafzeit gegen den NHL-Profi nutzte Rüthemann zur Führung der Eidgenossen.

Chancenlos war Torhüter Jonas, dem Poss den Vorzug vor Robert Müller gegeben hatte. "Robert hatte gegen Tschechen ein hartes Spiel, Oliver ist der frischere der beiden", begründete der Bundestrainer den Wechsel zwischen den Pfosten. Der Berliner verhinderte danach mehrmals das 0:2, denn wie schon bei der 1: 2-Auftaktpleite gegen Kasachstan ließen die DEB-Spieler gefährliche Konter des Gegners zu.

"Schießen, einfach schießen!", forderten die deutschen Fans in der Stadthalle angesichts der bislang mageren Torausbeute der DEB-Auswahl. Furchner nahm sich die Rufe zu Herzen und beendete mit seinem vierten Länderspieltreffer nach 95 Minuten die deutsche Torflaute. Die beste Chance zur Führung vergab Daniel Kreutzer, als er völlig frei vor dem Tor scheiterte (23.).

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