DEB-Team nur Remis gegen Italien
Viertelfinale rückt in weite Ferne

Mit Erfolgen gegen Italien und am Sonntag gegen die stärkere Schweiz wollten die DEB-Cracks eigentlich den Einzug unter die besten Acht klar machen. Doch schon nach der Partie gegen die "Azzurri" kann das deutsche Team diesen Plan über Bord werfen.

HB TURIN. Beim 3:3 (0:1, 1:0, 2:2) gegen Gastgeber Italien konnte die DEB-Auswahl am Samstag in Turin den vermeintlich schwächsten Vorrundengegner nicht bezwingen und bleibt sieglos. Letzter Vorrundenkontrahent ist am Dienstag Finnland.

Daniel Kreutzer rettete 77 Sekunden vor dem Abpfiff zumindest einen Punkt, nachdem die Italiener 15 Sekunden zuvor schon über den vermeintlichen Siegtreffer durch Christian Borgatello gejubelt hatten. Tomas Martinec (27.) und Sven Felski (48.) glichen davor bereits zwei Mal Rückstande aus. John Parco (3.) und Tony Iob (45.) hatten die mit neun gebürtigen Kanadiern angetretenen Gastgeber um Ex-DEL-Profi Mario Chitarroni jeweils in Führung gebracht. In der turbulenten Schlussphase verpasste Martinec sogar noch den Sieg.

Ins deutsche Tor war wieder Olaf Kölzig zurückgekehrt, doch gleich der erste Schuss saß. Parco traf aus kurzer Distanz mit der Rückhand, nachdem er schräg hinter dem Kasten gestartet war und Christhoph Schubert abschüttelte. Die deutsche Auswahl wirkte nach dem denkbar ungünstigen Auftakt geschockt und brachte in der Offensive kaum etwas zu Stande. Angefeuert von 8908 Zuschauern in der Palasport-Arena machten die Hausherren den bissigeren Eindruck und strahlten bei ihren gelegentlichen Kontern auch viel mehr Gefahr aus.

WM-Absteiger Deutschland machte gegen WM-Aufsteiger Italien in einer Partie auf mäßigem internationalen Niveau im zweiten Drittel endlich mehr Druck. Als sich der Kölner Tino Boos den Puck erkämpfte und selbst scheiterte, staubte Martinec zum mittlerweile verdienten Ausgleich ab. Allerdings brachte sich die Auswahl von Bundestrainer Uwe Krupp, der einige kleinere Umstellungen vorgenommen hatte, durch eigene Unterzahl wieder in große Schwierigkeiten. Kölzig, der einmal auch eine Strafzeit erhielt, rettete mehrmals bravourös.

Die deutschen Eishockey-Frauen, die nach dem 5:2 über Italien am Freitag um den fünften Platz spielen, bekamen auf der Tribüne erst im letzten Drittel reichlich Treffer geboten. Ausgerechnet Torjäger Kreutzer leitete mit einem Scheibenverlust das 1:2 ein, bereitete aber den Ausgleich vor. Stefan Ustorf verpasste bei Unterzahl die Führung (53.), bevor Borgatelli und Kreutzer trafen.

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