DEB-Verantwortliche ziehen positive Bilanz des Deutschland Cups
„Wir sind wieder konkurrenzfähig“

Die deutschen Eishockey-Funktionäre und Nationaltrainer Uwe Krupp ziehen eine positive Bilanz des Deutschland Cups.

HANNOVER. Die Spieler waren längst weg, die Zeit der Verbands-Oberen war gekommen. Mit Platz vier unter sechs Ländern hatte die Eishockey-Nationalmannschaft den Deutschland Cup in Hannover abgeschlossen, im kleinen Finale war sie Kanada mit 4:5 unterlegen. Trotzdem waren die Funktionäre des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) voll des Lobes.

Präsident Hans-Ulrich Esken sah die nach dem Abstieg vor einem Jahr erreichte Talsohle als „endgültig durchschritten“ an. Im April gelang die Rückkehr in den Kreis der 16 weltbesten Nationen, jetzt verschaffte sich die Mannschaft gegen in der Weltrangliste deutlich vor ihr platzierte Gegner zumindest wieder einigen Respekt. Generalsekretär Franz Reindl attestierte ihr sogar, sie habe „eine hervorragende Leistung geboten“ – verbunden mit diesem Schluss: „Wir sind wieder konkurrenzfähig.“

Der Bundestrainer sah es eine Spur weniger euphorisch, weitgehend aber doch ähnlich. Uwe Krupp sagte: „Wir waren mit der Schweiz, die bei einer Weltmeisterschaft große Nationen wie Kanada oder Tschechien in Bestbesetzung schlagen kann, spielerisch, läuferisch und körperlich auf Augenhöhe. Im Vergleich zum letzten Jahr habe ich eine deutliche Steigerung gesehen.“

Tatsächlich war das DEB-Team trotz der negativen Resultate wesentlich stärker als noch vor zwölf Monaten. Da, wie auch ein weiteres Jahr zuvor, hatte es unter Greg Poss als Bundestrainer jeweils nur zu letzten Plätzen gereicht. Nun wäre mit etwas mehr Glück sogar die Teilnahme am Finale möglich gewesen. Erst 31 Sekunden vor Ende der über Platz eins in der Vorrundengruppe A entscheidenden Partie gegen die Schweiz fiel noch der 2:2-Ausgleich gegen die deutsche Mannschaft, die dann auch das folgende Penaltyschießen verlor.

Ergebnisse stehen für Krupp in der jetzigen Phase aber ohnehin noch nicht im Vordergrund. Er weiß: Ernst wird es erst im Frühjahr 2007, wenn die Nationalmannschaft als Wiederaufsteiger zur A-Weltmeisterschaft nach Moskau reist. Bis dahin, sagt Krupp, „durchlaufen wir einen ständigen Lernprozess“. Die Lektion von Hannover hieß: Wie bringe ich eine Führung über die Zeit? Denn auch gegen Kanada verspielte die DEB-Auswahl im Schlussdrittel noch einen 4:3-Vorsprung.

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