Degenkolbs Chance
Wer verlässt als Erster die „Hölle des Nordens“?

Das Kopfsteinpflaster gehört zu Frankreich wie die Alpen oder die Pyrenäen. Deshalb geht es auch bei der 102. Tour de France wieder über die gefürchteten Pavés. Es könnte die große Chance von John Degenkolb sein.
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SeraingDie „Hölle des Nordens“ wartet auf die Fahrer der 102. Tour de France. Auf der vierten Etappe geht es über das berüchtigte Kopfsteinpflaster Nordfrankreichs. Paris-Roubaix-Sieger John Degenkolb hofft auf seinen ersten Tour-Etappensieg, die Tour-Favoriten wollen in erster Linie heil ans Ziel in Cambrai kommen.

Strecke: Mit 223 Kilometern wartet auf die Fahrer an diesem Dienstag die längste Etappe in diesem Jahr – und für manch einen Favoriten auch die grausamste. Auf dem Weg von Seraing nach Cambrai sind 13,3 Kilometer auf dem berüchtigten Kopfsteinpflaster zurückzulegen. Der letzte Pavé-Sektor wartet 13 Kilometer vor dem Ziel.

Die Spezialisten: John Degenkolb dürfte zu den ganz heißen Favoriten auf den Tagessieg zählen. Schließlich hat der Wahl-Frankfurter im Frühjahr als erster Deutscher seit 1896 den Klassiker Paris-Roubaix gewonnen. „Sicher spricht mein Sieg in Roubaix für mich, aber die Etappe ist nicht mit einem Eintagesklassiker zu vergleichen“, sagt Degenkolb, der gern noch mehr Kopfsteinpflaster-Abschnitte bewältigen würde.

Sein großer Rivale Fabian Cancellara wird nach seinem Sturz am Montag kaum mehr eine Rolle spielen. Dafür könnte wieder die Stunde von Lars Boom schlagen. Der Niederländer, der vor dem Tour-Start mit einem zu niedrigen Cortisol-Wert aufgefallen war, hatte schon im Vorjahr die Kopfsteinpflaster-Etappe gewonnen. Auch mit dem früheren Cross-Weltmeister Zdenek Stybar oder dem Slowaken Peter Sagan ist zu rechnen.

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