Dekker beendet nach Sturz Karriere
Sturzopfer Dekker geht von Bord

Die Tour fordert schon im Flachland ihre Opfer: Während Mit-Favorit Alejandro Valverde nach seinem Sturz auf der dritten Etappe schon abgereist ist, hat der ebenfalls verletzte Erik Dekker sogar seine Karriere beendet.

Nach seinem schlimmen Sturz auf der dritten Etappe der 93. Tour de France hat der Niederländer Erik Dekker die Konsequenzen gezogen und seine Karriere beendet. Der zweimalige Landesmeister war nach der Kollision mit US-Profi Fred Rodriguez zu Fall gekommen und hatte dabei Wunden im Gesicht sowie den Verlust einiger Zähne erlitten. Hinzu kamen zahlreiche Quetschungen und eine Gehirnerschütterung. Der 35-Jährige wurde noch am Dienstagabend im Krankenhaus von Vervier operiert.

Auch für Rodriguez war die Tour vorbei; der Lotto-Profi zog sich ein Schultertrauma sowie Verletzungen am rechten Handgelenk zu. Der mit Schlüsselbeinbruch ausgeschiedene Favorit Alejandro Valverde (Illes Balears) flog am Mittwoch nach Spanien zurück. Dort soll über eine Operation entschieden werden.

O´Grady macht weiter

Der ebenfalls gestürzte Australier Stuart O´Grady (CSC) entschied sich nach einer Röntgen-Untersuchung im Krankenhaus von Genk trotz einer kleinen Fraktur des vierten Brustwirbels zur Weiterfahrt. Auch US-Profi Chris Horner (Lotto), bei dem sich der Verdacht auf einen Handbruch nicht bestätigte, bleibt trotz einer zudem erlitten Knieprellung im Rennen.

Sturzopfer der dritten Etappe war auch der Franzose Sandy Casar (Francaise des Jeux), der Prellungen im Gesicht, der Schulter und am rechten Knie erlitt. Sein Teamkollege und Landsmann Sebastien Joly konsultierte wegen Unterleibsschmerzen den Arzt.

Erik Dekker wollte bei der Tour sein letztes Rennen fahren. In der kommenden Saison wechselt er bei Rabobank auf den Posten des Sportdirektors. Für den Niederländer war es der elfte Tour-Start seit 1994; er gewann 2000 drei Etappen und 2001 eine weitere, siegte außerdem bei den Weltcuprennen Clasica San Sebastian (2000), Amstel Gold Race (2001) und Paris-Tours (2004).

© SID

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