Demirel steht erstmals wieder im Kader
Sie werfen Körbe gegen die Vergangenheit

Die Entscheidung fiel am Donnerstagmorgen um halb zwei, nach einer achtstündigen Sitzung. Der Rechtsausschuss des Deutschen Basketball Bundes (DBB) lehnte den Einspruch des Bundesligisten Alba Berlin gegen die Zwölf-Spiele-Sperre von Profi Michael Wright wegen Dopings ab.

HB BERLIN. Alba Berlin kündigte daraufhin eine Klage vor einem Zivilgericht an. Wright war am 19. März nach dem Bundesligaspiel in Ludwigsburg positiv getestet worden. Der US-Amerikaner leidet seit seiner Kindheit unter dem Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom und nimmt ein Medikament ein, das im Sport verbotenen Amphetamine enthält. Der Verein, der von gesundheitsfördernden Mitteln spricht, hatte das Medikament vor Saisonbeginn nicht angemeldet.

Michael Wright muss also zuschauen, wenn sein Team morgen wieder auf Ludwigsburg trifft, im ersten Play-off-Viertelfinalspiel um die deutsche Meisterschaft. In der Serie, die nach dem Modus "Best of five" gespielt wird, geht es für die Berliner darum, wenigstens das letzte und wichtigste Saisonziel zu erreichen: Den Meistertitel. "Wir freuen uns auf die Play-offs", sagt Trainer Henrik Rödl, "jetzt zählt jedes Spiel." Sein Team geht als Tabellenerster in die entscheidende Phase und zählt neben dem Tabellenzweiten Bamberg, Pokalsieger Köln und Titelverteidiger Frankfurt zu den Favoriten. Rödl sagt: "Wir haben sehr gute Chancen auf den Titel, aber wir sind auch nicht so dominierend durch die Liga geritten wie es früher schon einmal der Fall war." Acht Mal haben die Berliner in dieser Saison auswärts verloren, zu Hause gaben sie kein Spiel ab.

Gegen Ludwigsburg wird der lange verletzte Aufbauspieler Mithat Demirel erstmals wieder im Kader stehen. "Ich denke aber nicht, dass er uns groß helfen kann", sagt Henrik Rödl. Er hat das Team erst im Januar übernommen, als sich der Verein nach einer Serie von Misserfolgen in Uleb-Cup und Bundesliga vom langjährigen Trainer Emir Mutapcic trennte. Der für den Verein äußerst schmerzhafte Schritt verdeutlicht die große Bedeutung, die der Meistertitel für die Berliner in dieser Saison hat. Im vergangenen Jahr war Alba erstmals nach sieben Meistertiteln im Halbfinale gescheitert, an Bamberg. Nun brennt der Klub auf Wiedergutmachung. Zumal Alba Berlin nur Platz eins die Qualifikation für die Europaliga bringen würde. Ein Grund mehr, den achten Meistertitel zu holen. Bei allen bisherigen Titelgewinnen stand Henrik Rödl als Spieler auf dem Platz.

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