Der Klub soll ein „gesellschaftliches Ereignis“ werden, doch Fans greifen Polizisten an
Randale nach der Aufstiegsfeier der Eintracht

Es war das unrühmliche Ende der Aufstiegsfeiern. Rund 500 teils betrunkene Fans der Fußballer von Eintracht Frankfurt bewarfen im Vergnügungsviertel Alt-Sachsenhausen Polizisten mit Gläsern und Flaschen - 27 Fans wurden festgenommen.

FRANKFURT. Augenzeugen berichteten von einem überharten Vorgehen der Polizei. Dabei war der Sonntag bis dahin so schön gewesen: Nach dem 3:0 gegen Burghausen bejubelte die Eintracht die Rückkehr in die Bundesliga. Ein unerwartetes Happy End nach einer turbulenten Saison. Erst als Trainer Friedhelm Funkel, der fünfmal erfolgreiche Aufstiegspezialist, im Wintertrainingslager das taktische System defensiver ausrichtete, ging es aufwärts.

"Die Eintracht ist endlich wieder dort, wo sie hingehört", sagte Hessens Innenminister Volker Bouffier stolz. Die Fans strömten am Sonntag trotz Gewitterregen zum Römerberg, wo das Team im Rathaus empfangen wurde. "Adler auf der Brust - nie mehr zweite Liga", sangen fast 20 000 Fans. Die Eintracht ist der Verein der Region - auch was den Kader betrifft. Kaum ein Profiteam hat so viele Spieler aus der näheren Umgebung in seinen Reihen. Vorstandschef Heribert Bruchhagen hat seit Dezember 2003 beharrlich einen Konsolidierungskurs verfolgt. Dennoch wird sich die Eintracht verstärken: Nach Francisco Copado (Unterhaching) und dem zurückkehrenden Christoph Preuß (Bochum) sind sich die Frankfurter mit dem Schweizer Nationalspieler Christoph Spycher einig. Ein Verteidiger und ein Stürmer sollen folgen.

Der Lizenzspieleretat steigt auf 18 Millionen Euro, der Umsatz auf mindestens 38 Millionen. Bruchhagen will die Eintracht "zu einem gesellschaftlichen Ereignis" machen. Das aus Steuermitteln gebaute WM-Stadion, das zum Konföderationen-Pokal komplett bezugsfertig ist, bietet neue Vermarktungsmöglichkeiten. Es heißt Commerzbank-Arena.

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