Der leicht verletzte Nationalspieler köpft bei Schalkes 3:0-Sieg die Führung: Treffer statt Tribüne

Der leicht verletzte Nationalspieler köpft bei Schalkes 3:0-Sieg die Führung
Treffer statt Tribüne

Gerald Asamoah begeistert gegen Wolfsburg. Dabei hatte DFB-Mediziner Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, pikanterweise auch Arzt des FC Bayern, nach dem Länderspiel gegen Argentinien noch einen Muskelfaserriss bei dem Schalker diagnostiziert.

GELSENKIRCHEN. Gerald Asamoah steht im zweiten Untergeschoss der Arena Auf Schalke und spricht von Verletzungen, Ärzten und der Besonderheit seines Körpers. Eine Stunde zuvor hatte der 26-Jährige eine grandiose Leistung gezeigt, gewirbelt, technisch brilliert, war körperlich den Wolfsburger Abwehrspielern weit überlegen und wurde erst nach 61 Minuten leicht verletzt ausgewechselt. Asamoahs hinterer Oberschenkel ist das Thema, weil er eigentlich gar nicht hätte spielen sollen und Schalke 04 dann wahrscheinlich auch nicht 3:0 (2:0) gegen den VfL Wolfsburg gewonnen hätte, durch Tore eben von Asamoah, Sand und Hanke. Da konnte Ailton es sich sogar leisten, einen Foulelfmeter zu verschießen.

Am Mittwoch, als Asamoah im Länderspiel gegen Argentinien nach 28 Minuten ausgewechselt wurde, hieß es, er habe einen Muskelfaserriss. Mindestens drei Wochen Pause. "Naja", sagt Asamoah, er wolle dem Mannschaftsarzt der Nationalmannschaft, Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, pikanterweise auch Arzt des FC Bayern, ja nicht widersprechen, er habe eben Schmerzen im Oberschenkel gehabt. Die habe er aber auch des Öfteren beim Warmlaufen oder im Training. "Es war schwer, meinen Körper einzuschätzen, weil mein Körper anders ist."

"Es war wohl doch nur eine Zerrung", sagt auch Schalkes Trainer Ralf Rangnick. In jedem Falle war Asamoahs Verletzung in der ersten Halbzeit so wenig präsent, dass Asamoah nicht nur seinen siebten Saisontreffer per Kopf erzielte, sondern auch das gesamte Schalker Spiel über die rechte Seite antrieb. Der Tabellenzweite hatte begonnnen, als wolle er nicht nur das 2:2 in Rostock vergessen machen, sondern als habe er dafür nur eine Hälfte Zeit. Nach 15 Minuten war fast die gesamte Hintermannschaft von Wolfsburg mit gelben Karten belastet. Man habe an die sehr guten Spiele vor Weihnachten angeschlossen, sagte Rangnick.

Ob das schlechtere Torverhältnis im Vergleich zum FC Bayern nicht gleichbedeutend mit einem Punkt Rückstand wäre, wurde Asamoah gefragt. "Naja", sagte er, "dann holen wir eben zwei, drei Punkte Vorsprung heraus."

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